GERD HAGEDORN


GOTT  +  WELT

        


Durch IHN ist alles geschaffen ...

  

Diese   Seite "GOTT  +  WELT"   ist nicht eigentlich   zu lesen als  GOTT  "und"  WELT, so als ob Gott der Welt oder die Welt Gott gegenüberstünde oder etwa als ob beide gleichwertige Größen wären.                                                                                                                                                                                                                           GOTT  +  WELT  ist  eher zu verstehen als             GOTT  "kreuzt"  WELT. Darüber nachzudenken lade ich Sie herzlich ein

GOTT + WELT  von Gerd Hagedorn  wird so regelmäßig wie eben möglich fortgeführt. Die Seite will niemandem zu nahe treten und sich schon gar nicht jemandem aufdrängen, sie will nur eine bescheidene Hilfe    sein      zum Nachdenken, zu geist- licher Orientierung und zur Freude an dem Glauben, von dem sie Zeugnis gibt. Sie ist gedacht für gläubige Menschen oder für solche, die gerne  glauben möchten, und schöpft aus dem reichen spirituellen Schatz der Kirchen des Ostens und des Westens und aus den Lebensweisheiten großer Menschen vom Anfang bis heute. --                         

Das obige Bild zeigt Jesus Christus als den PANTOKRATOR  (den Allherrscher, den Herrn der Welt) in der zentralen Kuppel einer byzantinischen Kirche, umgeben  - oder in der spirituellen Aussage der Architektur vielleicht besser: getragen - vom himmlischen Hofstaat der Chöre der Engel.

+

+     +     +

+

INNEHALTEN  und  Zu-sich-selber-Kommen,  ist heute der Wunsch vieler, die erkannt haben, dass man nicht immer nur um Menschen, um  Dinge und um sich selber  kreisen kann, wenn man nicht  das eigentliche Ziel  aus  den Augen verlieren will. Es geht nicht um das Kreisen, sondern um den festen Angelpunkt. Es geht um den zielgerichteten, ganz bewusst gegangenen  

WEG  hin  zu  GOTT

  


ER IST DER WEG



Eine der ältesten Ikonen ist

dieses Christusbild aus dem 

6. Jahrhundert

im Katharinenkloster  vom Berg Sinai

  

Seit dem Jahr 2011 wird das "Wort zur Woche" absteigend angeordnet, d.h. das jeweils neueste zuerst, um das Auffinden zu erleichtern!

  

348  Der Winter wird durch das Feuer erträglicher
(Ovid)  -  05.02.2012 

347  Wer betet, legt die Hände nicht in den Schoß, sondern faltet [und erhebt] sie (Alfred Kumpf)  -  29.01.2012

346  Wer glaubt, ein Christ zu sein, weil er die Kirche besucht, irrt sich. Man wird ja auch kein Auto, wenn man in eine Garage geht (Albert Schweitzer)  -  22.01.2012

345 Schiffe stranden an Felsen, menschliche Beziehungen oft schon an Kieselsteinen (Edith Stein)  -  15.01.2012

344  Wir erbitten von Gott, was wir wünschen; wir erhalten von Gott, was uns nottut (Léon Bloy)  -  08.01.2012 

343  Ob ein Jahr neu wird, liegt nicht am Kalender, nicht an der Uhr, sondern an uns (Johann Wilhelm Wilms)  -  01.01.2012 

342  Es ist genug Raum in der Grotte von Bethlehem für jeden, der sich zu bücken weiß (Roland Knox)  -  25.12.2011

341  Die Geburt Jesu in Bethlehem ist keine einmalige Geschichte, sondern ein Geschenk, das ewig bleibt (Martin Luther)  -  18.12.2011

340  Wenn du dich zu beten bemühst, dann tue nichts, was mit dem Gebet unvereinbar ist, damit Gott dir beistehe und dich begleite (Evagrios Pontikos: Vom Gebet 66)  -  11.12.2011 

339  Es genügt nicht, den katholischen Glauben zu "haben". Wer danach strebt, fit für den Himmel zu werden, muss den Glauben auch leben (aus dem Englischen)  -  04.12.2011) 

338  Die Freude finden wir nicht in den Dingen, sondern in der Tiefe unserer Seele (Theresia von Lisieux)  -  27.11.2011. So viel zum Thema Weihnachtsrummel . . .

337  Indem man das, was man zu tun hat, aufschiebt, läuft man Gefahr, es nie zu tun (Charles Baudelaire)  -  20.11.2011 

336  Sankt Martin gibt den halben still . . . (altes Lied zum Fackelzug "St. Martin ritt durch Schnee und Wind")  -  13.11.2011

335  Menschen, die auf der Tastatur mit zwei Fingern tippen, sind im Vorteil, weil sie dabei in aller Ruhe nachdenken können (nach Herbert Asmodi)  -  06. 11. 2011

334  Sei standhaft und bete mit Ausdauer; verwirf die Sorgen und Gedanken, die in dir aufsteigen, denn sie stören und verwirren dich, um deine Kraft zu schwächen (Evagrios Pontikos: Vom Gebet 9)  -  30.10.2011

333  Ich bin eigentlich ganz anders, aber ich komme so selten dazu (Ödön von Horvath)  -  23.10.2011

332  Die Jugend ernährt sich von Träumen, das Alter von Erinnerungen (Jiddisches Sprichwort)  -  09.10.2011

331  Jede Mühsal, die du weise erduldest, wird dir in der Zeit des Betens Frucht bringen (Evagrios Pontikos: Vom Gebet 19)  -  02.10.2011

330  Was gibt es Gutes außer Gott? Überlassen wir ihm also alles, was uns angeht, und alles wird gut sein
(Evagrios Pontikos: Vom Gebet 33)  -  25.09.2011 

329  Wer Prüfungen erträgt, wird auch Tröstungen empfangen; und wer in Widrigkeiten standhält, wird auch Freuden erfahren (Evagrios Pontikos: Vom Gebet 93)  -  18.09.2011 

328  Aus einem Schlangenei schlüpft niemals eine Taube (Äthiopisches Sprichwort)  -  11.09.2011 

327  Deinen Bauch und deine Stirn kannst du schlecht verbergen (Äthiopisches Sprichwort)  -  04.09.2011

326  Menschen, die man liebt, sind niemals tot (Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, 22.08.2011)   -  28.08.2011 

325  Den Charakter eines Menschen und den Schwanz eines Tieres siehst du immer erst hinterher (Äthiopisches Sprichwort)  -  21.08.2011

324  Wer in der Zukunft lesen will, muss in der Vergangenheit blättern (André Malraux, 1901-1976)  -  14.08.2011 

323  Halte deine Hand ins Meer. Hast du Glück, fängst du einen Fisch. Sonst ist (wenigstens) deine Hand gewaschen (Äthiopisches Sprichwort)  -  07.08.2011

322  Wenn du redest, dann muss deine Rede besser sein, als es dein Schweigen gewesen wäre (ZdF, „Mainz bleibt Mainz“, 04.03.2011)  -  31.07.2011

321  Der Dumme weiß für sich genug (Äthiopisches Sprichwort)  -  24.07.2011

320  Man kann keinen Karren von innen anschieben (Papst Johannes Paul II.)  -  17.07.2011

319  Wer lange liest [z.B. die Bibel!], wird endlich klug  -  10.07.2011

318  Das Glück ist ein Mosaik aus winzig kleinen Freuden (Herkunft unbekannt)  -  03.07.2011

317  Wünsche dir, Gott in rechter Weise zu dienen ...
Tu einfach dein Bestes (Rabbi Nachman 1772-1810)  -  26.06.2011 

316  Heilige deinen Mund durch Gebet und Studium, deine Nase durch den langen Atem der Geduld, deine Ohren durch das Lauschen auf die Worte der Weisen, deine Augen aber dadurch, dass du sie dem Bösen verschließt (Rabbi Nachman 1772-1810)  -  12.06.2011

315 Ein Baum, der fällt, macht mehr Lärm als ein ganzer Wald, der wächst  -  05.06.2011

314  Wer ohne Geld reist, hat keine Angst vor Räubern (Äthiopisches Sprichwort)  -  29.05.2011

313  Leih dem Löwen nichts. Und wenn doch, verlange es nicht zurück (Äthiopisches Sprichwort)  -  15.05.2011

312  Wer seine Grenzen kennt, ist mit sich selbst versöhnt (Äthiopisches Sprichwort)  -  08.05.2011

311  Reißt die Türen auf für Christus! (Sel. Papst Johannes Paul II.)  -  01.05.2011

310  Christus ist auferstanden! Halleluja! Ostern gibt die Kraft zu einem neuen Leben. -  24.04.2011

309  Es genügt nicht, Gott allein mit dem Verstand zu erkennen. Binde das Verstehen an dein Herz, auf dass die heilige Furcht vor der Erhabenheit des Herrn die wahre Hingabe erzeugt (Rabbi Nachman 1772-1810) -  17.04.2011

308  Der Affe lacht über andere - und sieht seinen nackten Hintern nicht (Äthiopisches Sprichwort) -  10.04.2011

307  Eine böse Zunge zerbricht einen ganzen Kopf (Äthiopisches Sprichwort)  -  03-04-2011

306  Güte in den Worten erzeugt Vertrauen, Güte im Denken erzeugt Tiefe, Güte beim Verschenken erzeugt Liebe (Laotse)  -  27.03.2011

305  Frömmigkeit ohne Wahrheit ist wie ein Kopf ohne Hals (Äthiopisches Sprichwort)  -  20.03.2011

304  Der Mensch ist nur in seiner Heimat ein Mensch (Äthiopisches Sprichwort)  -  12.03.2011

303  Auch wenn ich dünn bin, bin ich doch Wein … (Äthiopisches Sprichwort)  -  05.03.2011

302  Der Glaube ist kein Problem, das gelöst werden muss, sondern ein Geschenk (Georg Gänswein, Privatsekretär Papst Benedikts XVI.)  -  20.02.2011

301 Umwege erweitern die Ortskenntnis (Dirk-R. Gieselmann)  -  13.02.2011 

300  Dem Rindvieh sind die eigenen Hörner nie zu schwer (Äthiopisches Sprichwort)  -  06.02.2011

299  Bekümmere dich nicht, wenn du von Gott nicht gleich empfängst, was du erbittest. Er will dir nämlich mit der Ausdauer im Gebet etwas Besseres geben: Was gibt es denn Höheres, als mit Gott zu sprechen und in innerer Gemeinschaft mit ihm aufzugehen?
(Evagrios Pontikos: Vom Gebet 34)  -  30.01.2011

298  Wände, die sich nicht gegenseitig stützen, können nicht stehen (Äthiopisches Sprichwort)  -  23.01.2011

297  Für einen guten Freund schlachtet man selbst Küken (Äthiopisches Sprichwort)  -  16.01.2011

296  Rücksichtnahme und eigener Vorteil treffen nie zusammen (Äthiopisches Sprichwort)  -  09.01.2011

295  Es ist gut, wenn uns die verrinnende Zeit nicht als etwas erscheint, das uns verbraucht, sondern als etwas, das uns vollendet (Antoine de Saint-Exupéry)  -  02.01.2011

 

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

 

001  Der Weg

Auch wenn es noch so oft mit nur scheinbar geistigem Tief-Gang  behauptet oder hirnlos nachgeplappert wird: Der Weg kann nicht das Ziel sein, es sei denn, der Weg ist  DER, der von sich selbst mit göttlicher  Autorität gesagt  hat:   I C H    B I N   D E R  W E G  und die WAHRHEIT und das LEBEN; niemand kommt zum Vater außer durch MICH  (Joh 14,6). Sich auf Jesus Christus als  d e n  Weg zum endgültigen Ziel einzulassen, bedeutet dann, bei Gott dem Vater

                               ANZUKOMMEN

+

002  Jesus warnt  vor den Verführern aller Zeiten:

"Passt auf, dass ihr nicht irregeführt werdet." (Lk 21,8)

003  Wo lässt Gott sich finden ?

Der syrische Landbischof Mar Balai hat für die Einweihung  der neuerbauten Kirche in Qenneshrin bei Aleppo um 400 (!)  ein Festgedicht geschrieben. Darin bestätigt er die altkirchliche, auch heute durchaus nicht selbstverständliche Auffassung, dass eine Kirche ein Gotteshaus ist: Gott throne in seinem Hause und  warte auf den Menschen. In dem Wohnhaus Gottes auf Erden, der Kirche,  finde man  Gnade und Heil. Man müsse allerdings hingehen ...  Zugleich teilt uns Mar  Balai seine Erfahrung als Gottsucher mit. Wörtlich sagt er: "Denn kein gewöhnliches Haus ist dieses, sondern ein Himmel auf Erden, weil der Herr des Himmels in ihm wohnt ... Seine Wohnstätte ist im Himmel, sein Haus auf Erden; ungeteilt ist er hier wie dort gegenwärtig. Willst du über ihn grübeln, so ist er ganz im Himmel; suchst du ihn aber mit frommem Sinn, so ist er ganz auf Erden. Hegst du frechen Dünkel, so ist er dir zu hoch; liebst du ihn aber, so naht er sich dir."

(Bibliothek der Kirchenväter, Band 6: Ausgewählte Schriften der syrischen Dichter, 64).


 ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  ::  :: ::


Gott schuf den Menschen (Mann und Frau) als sein Abbild, ihm ähnlich (vgl. Gen 1,26-27). Die Ähnlichkeit  mit Gott bezieht sich sicher nicht auf den vergänglichen Leib des Menschen, sondern auf seinen Geist und die unsterbliche Seele. Gott hat dem Menschen sozusagen ein "Stück" von sich selbst geschenkt und ihn damit über die ganze übrige Schöpfung erhoben. Paulus bekräftigt dies, wenn er sagt: "Ihr aber seid nicht vom Fleisch, sondern vom Geist bestimmt, da ja der Geist Gottes in euch wohnt" (Röm 8,9a; vgl. 1 Kor 3,16). Im Menschen erkennt Gott sein Abbild, den Geist von seinem Geist, und der Mensch kann seinerseits, gerade durch den Geist Gottes in ihm,  vor Gott hintreten und mit Gott kommunizieren. Damit hat Gott selbst die Voraussetzung für eine mögliche Verbindung mit dem einzelnen Menschen geschaffen: ein Muss für den Menschen und eine Freude für Gott. Agere sequitur esse! Die Verbindung mit Gott vollzieht sich im Geiste Gottes, und zwar vor allem im Sprechen mit Gott. Wir nennen dies: Beten.

Die Mönche der Alten Kirche waren die großen Meister des geistlichen Lebens und die Lehrer des Gebets. Sie gaben die Quintessenz ihrer geistlichen Erfahrung in Form von markanten Aussprüchen an ihre Schüler weiter. Diese verbreiteten die "Weisungen der Väter" zunächst mündlich, dann auch schriftlich, so dass sie auch uns heute noch unmittelbar als Anleitung dienen können. Manche verfassten auch eigene Abhandlungen über das Gebet. Beispielhaft möchte ich im Folgenden vor allem verschiedene Leitsätze aus dem Werk "Über das Gebet" des schon zu seiner Zeit hoch berühmten Mönchs Evagrios Pontikos vorlegen in der Hoffnung, dass sie auch heute noch hilfreich sind.

Evagrios Pontikos war 346 in Pontos geboren und starb 399 in Ägypten, erst 53 Jahre alt. Gregor von Nazianz weihte ihn zum Diakon, und Evagrios folgte ihm nach Konstantinopel, wo er sich besonders als Prediger hervortat. Im besten Mannesalter - von 382 bis zu seinem Tode - lebte er dann als Einsiedlermönch in der Nitrischen Wüste (Wadi 'n-Natrûn)  in Unterägypten. Er war hochangesehen wegen seines streng asketischen Lebens und aufgrund der von ihm verfassten theologischen Werke. Die Zitate stammen aus seinem Werk mit dem Titel: "Vom Gebet" und geben die Nummer des Ausspruchs an. Damit sind zum Nachlesen im Zusammenhang alle Ausgaben von Evagrios Pontikos benutzbar.

                                   +++

004  Aufstieg zu Gott im Gebet

Das Gebet ist der Aufstieg des Geistes zu Gott. (36)

005  Ruhe des Geistes beim Gebet

"Sei wachsam und bewahre deinen Geist beim Beten vor allen gedanklichen Vorstellungen, damit er in der Ruhe verharre, die Ihm angemessen ist. Dann wird der, der sich der Unwissenden erbarmt, auch über dich kommen, und du wirst die segensreiche Gabe des Gebetes empfangen." (70)

006  Reinheit des Gebets

Du kannst nicht zum reinen Gebet kommen, wenn du in körperliche Dinge verstrickt bist und von beständigen  Sorgen beunruhigt wirst; das Gebet nämlich ist die Aufhebung der Gedanken. (71)

007  Nahrung für den Geist

Wie das Brot die Nahrung für den Leib ist, so die Tugend für die Seele, und so das geistliche Gebet für den Geist. (101)

008  Suche nach Wahrheit

"Wir suchen die Wahrheit, finden wollen wir sie aber nur dort, wo es uns beliebt."  (Marie von Ebner-Eschenbach, 1916)

009  Toleranz ?

"Wir glauben, dass wir tolerant sind, dabei haben wir nur zu nichts einen klaren Standpunkt." (Umberto Eco, 2004)

010  Für wen sollen wir beten ?

Es ist recht, nicht nur für die eigene Reinigung zu beten, sondern für das ganze Menschengeschlecht, um so dem Tun der Engel nachzueifern. (40)

011  Wie sollen wir beten ?

Ein Schüler fragte den Abt Makarios: "Wie soll man beten?" Makarios antwortete: "Du sollst dich nicht in Worten verlieren. Es genügt, die Hände zu erheben und zu sprechen: 'Herr, wie es dir gefällt', und nach deinem Wissen: 'Herr, erbarme dich meiner'. (Abt Makarios der Große aus der Sketischen Wüste in Ägypten, 4. Jh.)

012  Ausdauer beim Beten

Sei standhaft und bete mit Ausdauer; verwirf die Sorgen und Gedanken, die in dir aufsteigen, denn sie stören und verwirren dich, um deine Kraft zu schwächen. (9)

013  Abschweifungen beim Gebet

Bemühe dich, beim Gebet deinen Geist taub und stumm zu machen; dann kannst du beten. (11)

014  Gemeinschaft mit Gott im Gebet

Bekümmere dich nicht, wenn du von Gott nicht gleich empfängst, was du erbittest. Er will dir nämlich mit der Ausdauer im Gebet etwas Besseres geben. Was gibt es denn Höheres, als mit Gott zu sprechen und in innerer Gemeinschaft mit ihm aufzugehen? (34)

015  Zum Advent 2004: Das kürzeste Gebet !

"Marána tha" (aramäisch) - "Unser Herr, komm!"     (1 Kor 16,22b; vgl. Offb 22,20)

016  Beim Beten durchhalten

Wer Prüfungen erträgt, wird auch Tröstungen empfangen; und wer in Widrigkeiten standhält, wird auch Freuden erfahren. (93)

017  Mühsal und Gebet

Jede Mühsal, die du weise erduldest, wird dir in der Zeit des Betens Frucht bringen. (19)

018  Beten in Zeiten der Trübsal

Das Gebet ist Abhilfe für Schwermut und Verzweiflung. (16)

019  Weihnachten 2004:  Anbetung

Es gibt viele Arten des Gebetes. Aber Gebet zu Gott und Anbetung Gottes sind nicht dasselbe. "Not mag beten lehren,  anbeten lehrt sie nicht": Mit diesen Worten bringt Max Scheler den Unterschied auf den Punkt.
Die ersten Anbeter (wohl kaum "Huldiger"!) Gottes im Neuen Testament waren nicht die einfachen Hirten von Bethlehem, sondern die  gelehrten Weisen aus dem Osten. Sie waren nicht aus Not gekommen  (vgl. Mt 2,1-12).    + + +    ADESTE,  FIDELES, ... VENITE  ADOREMUS !!!

020  Zu Neujahr 2005:                                 

An Gottes Segen ist alles gelegen                         (auch die Sicherheit der Menschen auf dieser Welt!)02.01.2005

"Gott sei uns gnädig und segne uns. Er lasse über uns sein Antlitz leuchten, damit auf Erden sein Weg erkannt wird und unter allen Völkern sein Heil ... Es segne uns Gott. Alle Welt fürchte und ehre ihn"       (Ps 67,2-3.8).

021  Friede folgt aus der Ehre, die GOTT gegeben wird

"Friede auf Erden", das ist das Ziel von Weihnachten. Aber das Lied der Engel setzt dem ein erstes voraus, ohne das auf Dauer Friede nicht sein kann: die Ehre Gottes. Das ist die Friedenslehre von Bethlehem: Friede der Menschen kommt aus der Ehre Gottes. Wem es um die Menschen und um ihr Heil zu tun ist, der muß zu allererst um die Ehre Gottes besorgt sein" (Joseph Card. Ratzinger).

GLORIA IN EXCELSIS DEO  ET  IN TERRA PAX HOMINIBUS BONAE VOLUNTATIS (Lk 2,14)
 

022  Reinheit des Gebetes                         16.01.2005

Du kannst nicht zum reinen Gebet kommen, wenn du in körperliche Dinge verstrickt bist und von beständigen    Sorgen beunruhigt wirst; das Gebet nämlich ist die Aufhebung der Gedanken." (71)

023  Bete in Ehrfurcht                                23.01.2005

Bete nicht nur der äußeren Haltung nach, sondern führe deinen Geist ehrfürchtig zum geistlichen Gebet. (28)

024  Leichtigkeit und Mühe des Betens        30.01.2005

Bisweilen hast du dich eben erst dem Gebet hingegeben, und schon betest du gut. Ein andermal aber kommst du trotz aller Anstrengung nicht zum Ziel. Daher sollst du dich weiter bemühen, und wenn du das Erstrebte erlangt hast, wird es dir kein Dieb mehr nehmen können. (29)

025  Bewusstes Beten                                  06.02.2005

 Ob du gemeinsam mit anderen oder allein betest, bemühe dich, nicht gewohnheitsmäßig, sondern bewusst zu beten. (42)

026  Hingabe im Gebet                                 13.02.2005

Was gibt es Gutes außer Gott?  Überlassen wir ihm also alles, was uns angeht, und alles wird gut sein. (33)

027  Entsagung und Gebet                           20.02.2005

Wenn du das Gebet erstrebst, entsage allem, damit du alles gewinnst. (37)

028  Gebet und Leben                                  27.02.2005

Wenn du dich zu beten bemühst, dann tue nichts, was mit dem Gebet unvereinbar ist, damit Gott dir beistehe und dich begleite. (66)

029  Beeinträchtigung des Gebets               06.03.2005

Nimm keine Rücksicht auf die Bedürfnisse des Leibes, wenn du dich dem Gebet widmest, damit nicht der Biss von Laus oder Floh und der Stich von Mücke oder Fliege dir den wertvollsten Gewinn des Gebetes raubt. (105)

030  Beim Beten sich nicht stören lassen 13.03.2005

Von einem Mönchsbruder haben wir gelesen, dass beim Beten eine Schlange herankroch und sich um seinen Fuß wand. Er aber ließ die Arme nicht sinken, ehe er sein gewohntes Gebet beendet hatte. So nahm er keinen Schaden, denn er hatte Gott mehr geliebt als sich selbst. (109)

031  Beten mit Verstand                              20.03.2005

Bete recht und ruhig, psalmodiere mit Verständnis und Wohlklang, und du wirst sein wie der junge Adler, der in die Höhe steigt. (82)

032  Hochheiliges Osterfest                         27.04.2005

Was sucht ihr den Lebenden bei den Toten? Er ist nicht hier, sondern er ist auf-erstanden (Lk 24,5b-6a).   SURREXIT DOMINUS VERE:    A L L E L U I A !

033  Das Denken an den Tod macht frei     03.04.2005

"Wir sollten möglichst immer an den Tod denken, denn so werden wir frei von allen Sorgen und Eitelkeiten; die Wachsamkeit des Geistes, das beharrliche Gebet, Loslösung vom Leibe und von der Sünde werden dann möglich. So ist das Gedenken an den Tod der Ursprung fast aller Tugenden."  (Hesychios  vom Sinai:  Über Wachsamkeit und Tugend 155; zum Tod von Papst Johannes Paul II. am 2. April 2005)

034  Erfahrung der Sehnsucht nach Gott     10.04.2005

Selig der Geist, der im Gebet immer größere Sehnsucht nach Gott erfährt. (118)

  
035  Beten stärkt den Geist        17.04.2005

Das Gebet steigert die Wirkkraft des Geistes. (83)

036  Zur Amtseinführung des neuen Papstes       24.04.2005

Lasst uns auch beten für unseren Papst Benedikt. Der allmächtige Gott, der ihn zum Hirtenamt erwählt hat, erhalte ihn seiner Kirche und gebe ihm die Kraft, das heilige Volk Gottes zu leiten.

Allmächtiger, ewiger Gott, du Hirte deines Volkes, in deiner Weisheit ist alles begründet. Höre auf unser Gebet und bewahre in deiner Güte unseren Papst Benedikt. Leite durch ihn deine Kirche und gib, dass sie wachse im Glauben und in der Liebe. Durch Christus, unsern Herrn. - Amen.

(Aus den Großen Fürbitten am Karfreitag)

037  Aufmerksamkeit beim Gebet                01.05.2005

Wenn du das Gebet aufmerksam suchst, wirst du es finden; denn das Gebet folgt aus der Aufmerksamkeit; deshalb  muss man sie üben. (149)

038  Die Wirksamkeit des Gebetes               08.05.2005

Der Wert des Gebetes besteht nicht in seinem äußeren Umfang, sondern in seiner inneren Güte. Das zeigt sich an den beiden, die hinaufgingen in den Tempel, um zu beten (vgl. Lk 18,9-14), und auch in dem Wort: Wenn ihr aber betet, plappert nicht daher wie die Heiden (vgl. Mt 6,5-13).

039  VENI SANCTE SPIRITUS   Pfingsten 15.05.2005

Gebet der Kirche am Pfingstsonntag (auf den Knien):      "Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe."

040  Beten bringt Erleuchtung                    22.05.2005

Wenn du wahrhaft betest, wirst du volle Gewissheit erlangen. Die Engel werden dich nämlich geleiten wie Daniel, und sie werden dich erleuchten mit der Einsicht in das innere Wesen des Geschaffenen. (80)

041  Das Gebet stärkt den Geist                  29.05.2005

Das Gebet steigert die Wirkkraft des Geistes. (83)

042  Die Natur des Geistes fordert das Gebet 05.06.05

Das Gebet ist das Werk, das der Würde des Geistes entspricht. Es ist sein eigentliches und höchstes Tun. (84)

043  Das Gebet des Geistes ist Anbetung    12.06.2005

Wer im Geist und in der Wahrheit betet, lobpreist den Schöpfer nicht auf Grund der Geschöpfe; er preist vielmehr Gott aus Gott und in Gott (d.h. wegen Gott). (60)

044  Befreiung des Geistes beim Gebet      19.06.2005

Selig der Geist, der beim Gebet die vollkommene Befreiung von aller sinnlichen Empfindung erreicht. (120)

045  Leib und Geist Gott anvertrauen        26.06.2005

Vertraue Gott die Bedürfnisse des Leibes an. Das zeigt, dass du ihm auch die des Geistes anvertraust. (129)

046  Jeder Mensch: Gottes Bild und Gleichnis  7.06.05

Selig der Mensch, der jeden Menschen als Gott nach Gott betrachtet. (121)

047  Aber: Mach dir kein Bild von Gott !        10.07.05

Mach dir beim Beten kein Bild von Gott und lass deinen Geist nicht durch den Eindruck einer Gestalt prägen. Gott ist nämlich ohne Größe oder Gestalt. Nähere dich vielmehr unkörperlich dem Unkörperlichen, und  du  wirst  verstehen.  (67 + 68)

048  Beten im Geist inniger Gottesliebe       17.07.05

Wenn dein Geist in inniger Gottesliebe sich anschickt, allmählich gleichsam den Leib zu verlassen; wenn er alle Gedanken abweist, die aus Sinneswahrnehmung, Gedächtnis oder Seelenverfassung stammen, und wenn er zugleich erfüllt ist von Ehrfurcht und Freude, dann magst du dich den Grenzen des Gebetes nahe wissen. (62)

049  Die allergrößte Freude ist das Gebet    24.07.05

Wenn du im Gebet dich über jede andere Freude erhoben hast, dann hast du das Gebet wahrhaft gefunden. (153)

x  o  x  o  x

HINWEIS:                                                    31.07.05

Die Leiter des Aufstiegs zu Gott im Gebet nach dem Einsiedlermönch Evagrios Pontikos ist hiermit an ihr Ziel gekommen. Mag jeder, der will, seinen Nutzen daraus ziehen. Damit die Gebetslehre des Evagrios weiterhin zugänglich bleibt, habe ich  die  bisherigen Hinweise enger zusammengefasst, aber auf der Seite belassen.

Im gewohnten Wochenrhythmus biete ich Ihnen vorerst einige Aphorismen aus christlichem Geist zum Nach - Denken an, die dem Suchenden weiterhelfen können, ein geistlich bestimmtes Leben zu führen. Nur Mut!

W  O  R  T     Z  U  R     W  O  C  H  E

für ein geistliches Leben im Alltag


050  Ein Baum hat seine Kraft nicht in seinen Zweigen, sondern in seinen Wurzeln (Gertrud von Le Fort). - 07.08.2005

051  Wem das Bücken und Pflücken zu viel Arbeit ist, dem bleibt nichts als der Traum vom Genuss der Früchte (Gilt auch für das geistliche Leben) - 14.08.2005

052  Um leben zu können, braucht man Brot. Um leben zu wollen, braucht man die Bibel (d.h. das Wort Gottes ...) (unbekannter Verfasser) - 21.08.2005

053  Niemand ist zu groß, um ein Kind Gottes zu sein (Papst Benedikt XVI., Generalaudienz am 10.08.2005) - 28.08.2005

054  Deliberation of a "traditional" Catholic:               We are what you once were.
We believe what you once believed.
We worship as you once worshipped.-
If we are wrong now, then you were wrong then.
If you were right then, we are right now.         (Gefunden dieser Tage im Internet)  -  04.09.2005

055  Religion: man kann nicht zwei haben (Samuel Huntington)  -  11.09.2005

056  Wer Gott aufgibt, der löscht die Sonne aus, um mit einer Laterne weiterzuwandeln (Christian Morgenstern, 1871-1914)  -  18.09.2005

057  Das Gras wächst nicht schneller, wenn man daran zieht (Afrikanisches Sprichwort – gilt auch für das geistliche Leben!)  -  25.09.2005

058  Weder die Erde noch die Sonne ist der Mittelpunkt unseres Weltbildes, sondern GOTT  (Nach Winfried Pietrek) - 02.10.2005

059  Wer erst in einer Notlage sein bisschen Hoffen zusammenkratzt, hat in besseren Tagen versäumt, ein solides Fundament zu legen. (Winfried Pietrek)  -  09.10.2005

060  Da der Glaube die einzige Türe zu Christus ist, so muss es die erste Regel sein, über Christus und die von seinem Geist überlieferten Schriften die rechte Kenntnis zu haben. (Erasmus von Rotterdam)  -  16.10.2005

061  Eine wissenschaftliche Theorie hat keinen Wahrheitsanspruch  [d.h. sie kann genauso gut falsch sein, was gern übersehen wird],  ein Glaubenssatz dagegen schon. (Im Zusammenhang mit der Kreationismus- / Evolutionsdebatte gefunden bei SPIEGEL-Online vom 20.10.2005)  -  23.10.2005

062  Was ist denn die Wissenschaft anderes als das Studium der Wunder? (David Copperfield, 2005, in einem Interview mit Patrick Großmann im Magazin Galore, Heft 12 = Okt. 2005)  -  30.10.2005

063  Gott gibt die Nüsse, aber er knackt sie nicht auf. (J.W. v. Goethe)  -  06.11.2005

064  Religiöse Wahrheiten gleichen dem Feuer: wer sich ihm nähert, wird erleuchtet und erwärmt  -  13.11.2005

065  Wer nach allen Seiten offen ist, ist nirgendwo ganz dicht. (Klaus Kinkel)  -  20.11.2005

066  Als mein Gebet immer andächtiger und innerlicher wurde, da hatte ich immer weniger zu sagen. Zuletzt wurde ich ganz still. Ich wurde, was womöglich noch ein größerer Gegensatz zum Reden ist, ich wurde ein Hörender. Ich meinte erst, Beten sei Reden. Ich lernte aber, dass Beten nicht bloß Schweigen ist, sondern Hören. So ist es: Beten heißt nicht: sich selbst reden hören. Beten heißt: Still werden und still sein und warten bis der Betende Gott hört. (Dag Hammarskjöld, UN-Generalsekretär 1953-1961)  -  27.11.2005

067  [Im Namen des Vaters und des + Sohnes und des Heiligen Geistes.] Wenn ich am Beginn des Tages zuerst den Namen anrufe, der über alle Namen ist, dann will ich kein Dienstgespräch führen, sondern das Gespräch der Liebe.
(nach Friedhold Vogel)  -  04.12.2005

068  Die Liebe muss mehr in die Werke als in die Worte gelegt werden. (Ignatius von Loyola)  -  11.12.2005

069  Wir müssen Jesus Wohnung nehmen lassen in unserer Mitte und in unseren Herzen. (Der griech.- kath.- melkit.- Patriarch Gregor III. von Antiochien bei einem Jugendtreffen in Aleppo 2004)  -  18.12.2005

070  Christus ist uns geboren! Kommt, lasst uns IHN anbeten!  -  25.12.2005

071  Zu Neujahr

Will das Glück nach seinem Sinn
dir was Gutes schenken,
sage Dank und nimm es hin
ohne viel Bedenken.
Jede Gabe sei begrüßt,
doch vor allen Dingen:
Das, worum du dich bemühst,
möge dir gelingen.
(Wihelm Busch)  -  01.01.2006

072  Du verlierst keine Zeit, wenn du auf Gott wartest.
(Corrie ten Boom)  -  08.01.2006

073  Das Wort verwundet leichter als es heilt. (Unbekannter Verfasser)  -  15.01.2006

074  Gott erfahren!

Eine afrikanische Geschichte erzählt: Ein alter Mann glaubte an Gott. Jemand wollte sich über ihn lustig machen und fragte: "Woher weißt du, dass es einen Gott gibt?" Der alte Mann antwortete: "Woher weiß ich, ob ein Mensch oder ein Hund oder ein Esel nachts um meine Hütte gegangen ist? An den Spuren im Lehm sehe ich es." -  Auch in meinem Leben sind Spuren eingedrückt. Spuren Gottes.
(Nach Christof Lenzen: Gott sinnlich erfahren)  -  22.01.2006

075  „Ich glaube an die Sonne, auch wenn ich sie nicht sehe. Ich glaube an die Liebe, auch wenn ich sie nicht spüre. Ich glaube an Gott, auch wenn er schweigt“ (Die letzten Worte, die ein Jude in Berlin an die Wand seines Verstecks gekritzelt hatte ...)  -  29.01.2006

076  Die Sorge schickt Gott den Seinen stets nur so lange, wie sie eine Aufgabe an uns zu erfüllen hat (C. Hilty, 1833-1909)  -  05.02.2006

077  Gottes Füße sind durch den Staub unseres Alltags gegangen (Jürgen Werth)  -  12.02.2006

078  Wie können wir in der Gegenwart Gottes leben? - Im Staunen über all seine Spuren um uns her! (Brennan Manning)  - 19.02.2006

079  Glauben heißt, die Freude erleben, die Gott an uns hat
(nach Martin Schramm)  -  26.02.2006

080  Mit dem Verstand werden wir niemals das herrliche Geheimnis erklären können, dass Gott da ist und uns liebt (Gloria Chisholm)  -  05.03.2006

081  Gott will Dein Herz!  -  12.03.2006

082  Europa ist durch die Pilger entstanden, und seine Sprache ist das Christentum (Johann Wolfgang von Goethe)  -  19.03.2006

083  Der Zufall ist die Maske, die Gott trägt, wenn er nicht erkannt werden will (am 13.11.2002 im ZDF: Singapur-Express)  26.03.2006

084  Ostern: Das Grab ist leer, aber das Kreuz auch!  -  16.04.2006

085  Das Wichtigste im Leben finden wir nicht durch intensives Suchen, sondern so, wie man  eine schöne Muschel am Strand findet: im Grunde findet es uns! (Herkunft unbekannt)  -  09.04.2006

086  Die Botschaft von Ostern: das Grab ist leer, das Kreuz aber auch!  -  16.04.2006

087  Für die Partnerschaft gibt es einen einfachen Test:
Wenn einem die Treue Spaß macht, dann ist es Liebe (Verfasser unbekannt)  -  23.04.2006.-  Statt "Partnerschaft" kann man auch "Freundschaft", "Gottesliebe", "Glauben" einsetzen!

088  Ein Urteil lässt sich widerlegen, aber ein Vorurteil niemals (Verfasser unbekannt)  -  30.04.2006

089  Auch in Bezug auf die Gewinnung oder Vertiefung des Glaubens: "Was ist das für eine langweilige Welt, in der man nichts anderes erfährt, als was man selber schon weiß" (Marie Luise Kaschnitz: Tobias oder das Ende der Angst)  -  07.05.2006

090  Wenn Du loslässt, hast Du plötzlich zwei Hände frei (Konfuzius)  -  14.05.2006

091  Nur der Liebende versteht Gott (Adalbert Ludwig Balling)  -  21.05.2006

092  Der Neid ist die aufrichtigste Form der Anerkennung (Wilhelm Busch)  -  28.05.2006

093  Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe (Anrufung bei der hl. Messe an Pfingsten, kniend zu beten)  -  04.06.2006

094  Je mehr man abwirft, desto höher steigt man (H.J. von der Wense)  -  11.06.2006

095  Die Anzahl unserer Neider bestätigt unsere Fähigkeiten (Oscar Wilde)  -  18.06.2006

096  Es gibt zwei Arten von Freunden: die einen sind käuflich,
die anderen sind unbezahlbar!  -  25.06.2006

097  Wie man's macht ist's falsch,
und macht man's falsch,
ist's auch nicht richtig!  (Herkunft unbekannt)  -  02.07.2006

098  Was hat der Schöpfer sich wohl dabei gedacht, dass er den Menschen so schuf, dass er die Augen [und den Mund!] schließen kann, nicht aber die Ohren?  -  09.07.2006

099  Der Glaube kommt vom Hören (Röm 10,17)  -  16.07.2006

100  Erst in der Nacht sieht man die Sterne (Chiara Lubich)  -  23.07.2006

101  Beten schafft Raum für die Stimme Gottes (Henri Nouwen)  -  30.07.2006

102  Das ist das Schöne am Denken: Man kommt an kein Ende nach Fritz Eycken)  06.08.2006, Fest der Verklärung unseres Herrn Jesus Christus

103  Gott ist Mensch geworden und kein theologisches Lehrgebäude (Paul Badde im Angesicht des hl. Antlitzes von Manoppello)  -  27.08.2006

104  „Eine Gesellschaft ohne Religion ist wie ein Schiff ohne Kompass“ (Napoleon im Juni 1800 in einer Rede in Mailand vor dem Klerus der Stadt)  -  10.09.2006

105  Vorurteile sind schwerer zu zertrümmern  als Atome
(Albert Einstein)  -  17.09.2006

106  Der Optimist glaubt, dass wir in der besten aller Welten leben; der Pessimist befürchtet, dass genau dies zutrifft (Fr. Joloff; Turmuhr 10.02.2002)  -  24.09.2006

107  Warum sich darüber ärgern, dass der Rosenstrauch Dornen trägt? Besser ist es, sich darüber zu freuen, dass der Dornenstrauch Rosen trägt!  -  01.10.2006

108  Der PESSIMIST ist der einzige Mist, auf dem nichts wächst (Österreichs Bundeskanzler Dr. Wolfgang Schüssel am 30.09.2006 im Fernsehen)  -  08.10.2006

109  In einem Dorf weiß jeder über jeden alles -
allerdings anders, als jeder es von sich selbst weiß!  -  15.10.2006

110  Mit dem Himmel gibt es keinen Postverkehr. Wer Gott einen Brief schreiben will, muss ihn an einen Menschen adressieren, in dem Gott wohnt. (P. Werenfried van Straaten)  -  22.10.2006

111  Nicht WAS du bist, ist was dich ehrt,
WIE du es bist, bestimmt dein'n Wert!  -  29.10.2006

112  Theologen sollen die Wahrheit suchen und nicht Zustimmung (Papst Benedikt XVI. Zum Abschluss der Tagung der Internationalen Theologenkommission, Oktober 2006)  -  05.11.2006

113  Wer Gott folgt, geht immer sicher (Ambrosius von Mailand)  - 12.11.2006

114  VOCATUS ATQUE NON VOCATUS DEUS ADERIT Gebeten oder nicht: Gott ist immer da! (Internet ctn-Latin)  19.11.2006

115  Was du denkst gefunden zu haben, ist nicht immer das, was du gesucht hast, sondern: das, was dich gefunden hat, ist das, was dich so nimmt, wie du bist (unbekannter Verfasser)  -  26.11.2006

116  Oft sucht man lange den Schlüssel zum Glück,
bis man entdeckt, dass er schon steckt (unbekannter Verfasser)  --  03-12-2006.

117  Schwinge dich zum Mond empor; selbst wenn du ihn verfehlst, landest du bei den Sternen  -  10.12.2006

118  Die Jugend will das Moderne und nimmt nur das Schlechte (Igumen Ioan vom Rila-Kloster, Bulgarien, nach Gerd Ruge, WDR 3, 23.01.2001)  -  17.12.2006

119  Zu Weihnachten 2007: Sorge dafür, dass Gott groß wird in deiner Seele (Meister Eckhart)  -  24.12.2006

120  Man sagt, die Zeit heilt alle Wunden. Aber manche Wunden heilen nie - man lernt nur mit ihnen zu leben! (unbekannter Verfasser)  -  31.12.2006

121  Was wir als Schönheit hier empfunden, wird einst als Wahrheit uns entgegengehn (Friedrich Schiller)  -  07.01.2007

122  Liebe besteht nicht darin, dass man sich gegenseitig anschaut,
sondern darin, dass man gemeinsam in dieselbe Richtung blickt (Antoine de Saint-Exupéry)  -  14.01.2007

123  Das Gebet trägt zu Gott (Friedebert Seibt)  -  21.01.2007

124  Nicht diejenigen sind zu fürchten, die anderer Meinung sind,
sondern diejenigen, die anderer Meinung sind,
aber zu feige, es zu sagen (unbekannter Herkunft)  -  28.01.2007

125  Es zählen nicht die Jahre in deinem Leben, sondern das Leben in deinen Jahren (Adlai Stevenson)  -04.02.2007

126  Wer viel Charakter hat, hat wenig Eigentum (John James Osborne, 1929-1994)  -  11.02.2007

127  Ohne einen Vorschuss an Sympathie gibt es kein Verstehen (Papst Benedikt XVI.)  -  18.02.2007

128  Zur Fastenzeit: Ein leeres Herz ist viel ärmer als eine leere Hand (Curt Goetz)  -  25.02.2007

129  Die Seele ernährt sich von dem, worüber sie sich freut (Augustinus)  -  04.03.2007

130  Nichts kann einen so zum Nachfolger Christi machen wie die Sorge um den Nächsten (Johannes Chrysostomos)  -  11.03.2007

131  Auch aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, kann man Schönes bauen (J.W. von Goethe)  -  18.03.2007

132  Das Glück wird den Menschen so selten zuteil, weil sie es draußen suchen statt drinnen (Walter Nigg)  -  25.03.200

133  Du verlierst keine Zeit, wenn du auf Gott wartest
(Corrie ten Boom)  -  01.04.2007

134  Die Liebe schenkt immer das Leben; der Egoismus bringt immer den Tod (Michel Quoist)  -  08.04.2007 Ostersonntag

135  Die Liebe allein versteht das Geheimnis, andere zu beschenken und dabei selbst reich zu werden (Clemens von Brentano)  -  15.04.2007

136  Wer Freude vervielfachen will, muss sie teilen (Pythagoras)  -  22.04.-06.05.2007

137  Alt werden ist wie auf einen Berg steigen: Je höher man kommt, desto mehr Kräfte sind verbraucht. Aber man sieht umso weiter (Ingmar Bergman)  -  13.05.2007 [zu meinem 70. Geburtstag von lieben Menschen]

138  Die Zeit vergeht nicht schneller als früher, aber wir laufen eiliger an ihr vorbei (George Orwell)  -  20.05.2007

139  Wo im Menschen Licht ist, scheint es aus ihm heraus (Albert Schweitzer)  -  Pfingsten, 27.05.2007

140  Die Pferde der Hoffnung galoppieren, doch die Esel der Erfahrung gehen im Schritt (aus China)  -  03.06.2007

141  Wenn du Gott für alle Freuden, die er dir gibt, danken müsstest, bliebe dir keine Zeit, dich zu beklagen (Sprichwort)  -  10.06.2007

142  Wenn der Mensch betet, atmet Gott in ihm auf (Friedrich Hebbel)  -  17.06.2007

143  Man denkt, man überlegt, und eine andere Kraft greift einen und führt einen. Ich glaube, der Mensch kann da nichts Besseres tun, als sich dieser Führung zu überlassen (Konrad Adenauer)  -  29.07.2007

144  Was wir Zufall nennen, ist vielleicht die Logik Gottes (Georges Bernanos)  -  05.08.2007

145  Der Nächste ist nicht der, den ich mag; es ist jeder, der mir nahe kommt, ohne Ausnahme (Edith Stein)  -  19.08.2007

146  Gott ‚dürstet’ danach, daß wir nach ihm dürsten (Gregor von Nazianz)  -  26.08.2007

147  Wer sich mit göttlichen Dingen beschäftigt, wird nach ihrem Bild umgestaltet (Albertus Magnus)  -  02.09.2007

148  Tu, was du kannst, und bete um das, was du nicht kannst, so wird Gott dir geben, dass du es kannst (Augustinus)  -  09.09.2007

149  Wessen Herz voll Liebe ist, der hat immer etwas, was er anderen geben kann (Augustinus)  -  16.09.2007

150  Wo Not ist, hilft der Arme am schnellsten dem Armen (Adolf Kolping)  -  23.09.2007

151  Die Menschen, denen wir eine Stütze sind, die geben uns Halt (Marie von Ebner-Eschenbach)  -  30.09.2007

152  Mit einem Freund an der Hand ist kein Weg zu lang (Sprichwort)  -  07.10.2007

153  Wer mit Menschen auskommen will, muss sie lieben (Adalbert Ludwig Balling)  -  14.10.2007

154   Was der Mensch vor Gott ist, das ist er, nicht mehr und nicht weniger (Franz von Assisi)  -  18.11.2007 

155  Wer die Wahrheit sucht, der sucht Gott; ob es ihm klar ist oder nicht (Edith Stein)  -  25.11.2007

156  Gott taucht [oft nur] am Rande unseres Lebens auf, obwohl er doch in die Mitte gehört (Dietrich Bonhoeffer)  -  02.12.2007

157  Gott nimmt uns nicht die Last, aber er stärkt uns die Schultern (Franz Grillparzer) - 09.12.2007

158  Was wir haben, ist uns zum Mit-Teilen geschenkt (Ida Friederike Görres)  -  16.12.2007

159  Wir können Gott mit dem Verstand suchen, aber finden können wir ihn nur mit dem Herzen (Josef von Eötvös)  -  23.12.2007 Gesegnete Weihnachten!

160  Wohin wir auch immer fallen, wir fallen in die Hände Gottes (H. Eichler)  -  30.12.2007  - und gut zu wissen für das Neue Jahr! Alles Gute!

161  Verschenkte Zeit  -  das ist verschenkte Liebe (Albert Höntges)  -  06.01.2008

162  Wer betet, bindet die Erde an den Himmel (P. Arnold Janssen)  -  13.01.2008

163   Nicht das Bestehende verändern, sondern das Verkehrte (Joachim Fest)  -  20.01.2008

164   Nicht mit brennenden KERZEN entzündet man die Welt, sondern nur mit brennenden HERZEN (Peter Lippert)  -  27.01.2008

165  Warum ist der Kopf rund?  –  Damit die Gedanken auch mal die Richtung ändern können  -  03.02.2008

166  Das Gebet ist der sicherste Weg zu Gott (Meister Eckhart)  -  10.02.2008

167  Es ist oft leichter, die Menschheit zu lieben als den Nächsten (Heinrich Fries)  -  17.02.2008

168  Jeder ist berufen, etwas in der Welt zur Vollendung zu bringen (Martin Buber)  -  24.02.2008

169  "Wenn man in die falsche Richtung läuft, hat es keinen Zweck, das Tempo zu erhöhen." (Birgit Breuel, deutsche Politikerin und Managerin)  -  02.03.2008

170  Glücklich ist, wer offen ist für Gott (Benedikt XVI. beim Angelusgebet am 03.02.2008)  -  09.03.2008

171  Der Kreuzweg ist das Mysterium eines Gottes, der Liebe ist (Heinrich Spaemann)  -  16.03.2008 Beginn der Karwoche

172  Verstehen kann man das Leben nur rückwärts; leben muss man es vorwärts („Arme Millionäre“, RTL, 08.09.2006)  -  23.03.2008  Hochheiliges Osterfest!

173  Es gibt keinen Zugang zur Wahrheit außer durch die Liebe (Augustinus)  -  30.03.2008

174  Ob du eilst oder langsam gehst, der Weg vor dir bleibt derselbe (chinesisches Sprichwort)  -  06.04.2008

175  Wer nicht zu streiten wagt, der kann auch keinen Frieden haben (Erich Kock)  -  13.04.2008.

176  Gott will nichts von uns, er will uns selbst (Elmar Gruber)  -  20.04.2008

177  Ein Mensch ist ein Mensch, wenn er betet (Phil Bosmans)  -  27.04.2008

178  Das Gebet ist der Schlüssel zur Schatzkammer Gottes (Mutter Rosa Flesch, 1826-1906; Gründerin der Waldbreitbacher Franziskanerinnen, Seligsprechung am 4. Mai 2008 im Trierer Dom)  -  04.05.2008

179  "Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen deiner Gläubigen und entzünde in ihnen das Feuer deiner Liebe" (Gebet der Kirche an Pfingsten)  -  11.05.2008

180  Die heutige Welt verlangt von den Christen, dass sie Christen bleiben (Albert Camus)  -  18.05.2008

181  Gott weiß, dass ich da bin. Und das genügt mir (Papst Johannes XXIII.)  -  25.05.2008

182   Gott beurteilt den Menschen nach der Absicht, nicht nach dem Ausgang seines Handelns (Ambrosius)  -  01.06.2008

183  Wir geben immer zu wenig, wenn wir nur Materielles geben (Papst Benedikt XVI.)  -  08.06.2008

184  Zweifel darf weiter nichts sein als Wachsamkeit, sonst kann er gefährlich werden (G.C. Lichtenberg)  -  15.06.2008

185  Es gibt so viele Wege zu Gott, wie es Menschen gibt (P. Laurentius Siemer OP)  -  22.06.2008

186  Lasst euch doch ein wenig Unverstand von mir gefallen! (Hl. Paulus, 2 Kor 11,1)  -  29.06.2008

187  Wäre er für uns begreiflich, so wäre er nicht Gott (hl. Augustinus)  -  06.07.2008

188  Wenn ich jemanden für das Christentum gewinnen will, lasse ich ihn in meinem Hause wohnen (Kyrill von Alexandrien)  -  13.07.2008

189  Wer den Tag mit einem Lächeln beginnt, hat ihn bereits gewonnen (Kalenderspruch)  -  20.07.2008

190  Abhängig sein von Gott bedeutet: gelöst sein von sich selbst (Gottlieb Geiß)  -  27.07.2008

191  Die Schönheit der Dinge lebt in der Seele dessen, der sie betrachtet (David Hume)  -  03.08.2008

192  Die wahre Lebensweisheit besteht darin, im Alltäglichen das Wunderbare zu sehen (Pearl S. Buck)  -10.08.2008

193  Niemand ist so blind wie der, der nicht sehen will! (Unbekannte Herkunft)  -  24.08.2008

194  Man kann Jesus nicht ohne das Kreuz haben (Sr. Nirmala Joshi, Nachfolgerin von Mutter Teresa)  -  31.08.2008

195  Niemals verlangt Gott vom Menschen, seine Vernunft zu opfern (Papst Benedikt XVI. am 12.09.2008 in Paris) 14.09.2008

196  Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern zu viel Zeit, die wir nicht nutzen (MFF, Spreequelle)  -  21.09.2008

197  Liebe und Selbstbeherrschung reinigen die Seele, das reine Gebet aber erleuchtet den Geist (Thalassios der Libyer [7. Jh.], Centurie I,11)  -  28.09.2008

198  Stille, Gebet, Liebe und Selbstbeherrschung sind das Viergespann, das den Geist zum Himmel emporträgt (Thalassios der Libyer, Centurie I,24) --  05.10.2008

199  Gott - in seiner Wesenheit ohne Anfang und ohne Ende - ist auch in seiner Weisheit unerforschlich (Thalassios der Libyer, Centurie I,60)  -  12.10.2008

200  Dem geduldig in der Stille Lebenden sind Selbstbeherrschung, Liebe, Gebet und geistliche Lesung die wichtigsten Waffen (Thalassios der Libyer, Centurie II,11)  -  19.10.2008

201  Wenn der Mensch nicht das ganze Treiben dieser Welt geringschätzt, kann er Gott nicht verehren (Isaias der Einsiedler, 1. H. 5. Jh., Ägypten)  -  26.10.2008

202  Viele steigen zum Kreuz der Leiden hinauf, wenige aber lassen sich die Nägel einschlagen (Elias Ekdikos [Konstantinopel, etwa 11.-12. Jh.]: Anthologion IV, 130)  -  09.11.2008

203  Das Gebet nennen wir mit Recht Tugend; denn es ist die Mutter der Tugenden und erzeugt ihre Verbindung mit Christus (Markus der Einsiedler [Ankara, 1. H. 5. Jh.]: Über die, welche glauben, durch Werke gerechtfertigt zu werden)  -  23.11.2008

204  Lob verdient die Anstrengung, nicht der Erfolg (John Ruskin)  -  30.11.2008

205  Wenn du gerne lernst, wirst du auch viel lernen. Was du aber gelernt hast, erhalte dir durch Übung (Isokrates)  -  07.12.2008

206  Wo der Wille nur erwacht, dort ist schon fast etwas erreicht (Hugo von Hofmannsthal)  -  14.12.2008

207  Was die Liebe tut, ist nochmal so gut. --- Frohe Weihnachten!  -  21.12.2008

208  Die Menschen stolpern nicht über Berge, sondern über Maulwurfshügel (Konfuzius)  -  28.12.2008

209  Nur das wird gut, was man mit Freude tut (Thomas von Aquin)  -  04.01.2009

210  Es gibt bereits alle guten Vorsätze. Wir brauchen sie nur noch anzuwenden (Blaise Pascal) -  11.01.2009

211  Von sich zurücktreten wie ein Maler von seinem Bild - wer das vermöchte! (Christian Morgenstern)  -  18.01.2009

212  Es steht dir frei, zu jeder Stunde dich auf dich selbst zurückzuziehen. Gönne dir recht oft dieses Zurücktreten ins Innere und verjünge so dich selbst (Mark Aurel)  -  25.01.2009

213  Die Menschen sind füreinander geboren; lehre sie oder ertrage sie! (Mark Aurel)  -  01.02.2009

214  Wer einem andern einen Gefallen tut, verlangt nicht, dass er ihm vergolten werde. Denn sonst ist es keine Gefälligkeit, sondern ein Geschäft (Kleanthos, 3. Jh. v.Chr.)  -  08.02.2009

215  Es gibt keine wahre Macht, außer der Macht zu helfen (John Ruskin)  -  15.02.2009

216  Sei wie Gott, und sieh nicht auf die Mängel und Schwächen der Menschen. Dann wirst du mit jedermann in Frieden sein (Rabbi Nachman)  -  22.02.2009

217  Die Neigung, seine Aufmerksamkeit vorzugsweise all dem zuzuwenden, was empört, ist ein großes Übel gerade unseres Jahrhunderts (Lev Tolstoj)  -  01.03.2009

218  Was wirklich fest ist, mag gerieben werden, ohne dass es abgenutzt wird (Kungfutse)  -  08.03.2009

219  Missgünstige Menschen sind doppelt so übel dran wie andere Leute: Sie ärgern sich nicht nur über ihr eigenes Missgeschick, sondern auch über fremdes Glück (Hippias, Ende 5. Jh. v. Chr.)   -  22.03.2009

220  Liebe das, was dir widerfährt und bestimmt ist! Denn was könnte besser für dich passen (Mark Aurel)  -  29.03.2009

221  Es gehört Glaubenskraft, also Genialität dazu, die dargebrachte Liebe zu erfassen (Hugo von Hofmannsthal)  -  05.04.2009

222  O wahrhaft selige Nacht, die Himmel und Erde versöhnt, die Gott und die Menschen verbindet! (Exsultet der Osternacht)  -  12.04.2009

223  Die Menschen sind gewöhnlich ihren Lobrednern dankbarer als ihren Ratgebern (Isokrates in einem Brief an Philipp von Makedonien, um 342 v.Chr.)  -  19.04.2009

224  Vergiss nicht, dass unser Erfolg bei den Menschen auch auf unserer Beliebtheit beruht (Platon in einem Brief an Dion von Syrakus, 357 v.Chr.)  -  26.04.2009

225  Es ist nicht leicht, anderen Schaden zuzufügen, ohne dabei selbst auch Schaden zu nehmen (Platon in einem Brief um 354/353 v.Chr.)  -  03.05.2009

226  Christus hat uns nicht vom Leid erlöst, sondern von der Verzweiflung (Kreuzinschrift auf dem Lawinenberg in Galtür nach der Katastrophe von 1999)  -  17.05.2009

227  Die Menschen sind gewöhnlich ihren Lobrednern dankbarer als ihren Ratgebern, besonders wenn einer seinen Rat ungebeten erteilt (Isokrates an Philipp von Makedonien, um 342 v.Chr.)  -  24.05.2009

228  Alle Ehre gebührt dem Vater und dem Sohn und dem Heiligen Geist (Pfingstsonntag)  -  31.05.2009

229  Man muss eine Aufgabe vor sich sehen und nicht ein geruhsames Leben (Lew Nikolajewitsch Tolstoi)  -  07.06.2009

230  Ein Mensch, der unvergängliche Güter besitzt, gleicht keinem Sterblichen  (Epikur an Menoikeus, um 300 v.Chr.)  -  28.06.2009

231  Lasst uns doch nicht selber ... die Frömmigkeit gegen die Götter durch Nachlässigkeit schänden - besser gesagt, sie ganz verwerfen (Julian Apostata an Arsakios, Juli 362 n.Chr.)                                        Wenn der Apostat Kaiser Julian solches schon von seiner heidnischen Religionsausübung sagt, wieviel mehr gilt dies für die Anhänger des wahren Gottes!  -  12.07.2009

232  Für den Triumph des Bösen reicht es, wenn die Guten nichts tun! (Edmund Burke, 1729-1797)  -  19.07.2009

233  Besser, es gibt einen Skandal, als dass die Wahrheit unter den Tisch fällt (Papst Gregor der Große)  -  26.07.2009

234  Wenn je ein Mensch dich kränkt, verzeih ihm und versteh!
Es geht ihm selbst nicht gut, sonst tät er dir nicht weh (Volksweisheit auf WKW)  -  02.08.2009

235  Wer kein Ziel hat, kann auch keins erreichen (Laotse)  -  09.08.2009

236  Mit einigem Geschick kann man sich aus den Steinen, die einem in den Weg gelegt werden, eine Treppe bauen (Robert Lembke)  -  16.08.2009

237  Die Welt ist ein Buch. Wer nie reist, sieht nur eine Seite davon (Augustinus)  -  23.08.2009

238  Ein Leben ohne Freude ist wie eine weite Reise ohne Gasthaus (Demokrit)  -  30.08.2009

239  Alles in der Welt ... ist Prüfung und nur dazu da, dir die Freiheit der Wahl zu lassen (Rabbi Nachman)  - 06.09.2009

240  Wer die Wahl hat, hat die Qual! (Erfahrungsweisheit, nicht nur am Wahlsonntag) -  27.09.2009

241  Beten ist nichts für Redegewandte, sondern für Hörfähige (Jörg Zink)  -  04.10.2009

242  Die Wasser des Abendlandes sind faulig, doch die Quelle ist rein (Nicolás Gómez Dávila)  -  11.10.2009

243  Die Wahrheit hat nichts zu tun mit der Zahl der Leute, die von ihr überzeugt sind (Paul Claudel)  -  18.11.2009

244  Das Fernsehen hat feste Regeln. Bei den Western gewinnen immer die Guten, bei den Nachrichten immer die Bösen (Robert Lembke) - 25.10.2009

245   Anerkennung ist eine Pflanze, die vorwiegend auf Gräbern wächst (Robert Lembke)  -  01.11.2009

246  Das Gute bewegt sich im Tempo einer Schnecke, das Böse hat Flügel („Arme Millionäre“, RTL 08.09.2006)  -  08.11.2009

247  Gott gibt uns die Nüsse, aber knacken müssen wir sie selber (Volksweisheit)  -  15.11.2009

248  Die Energie muss letzten Endes größer sein als der Widerstand, wenn es vorwärts gehen soll (Landrat Roger Graef, Eifelkreis Bitburg-Prüm, in seiner Abschiedsrede Nov. 2009)  -  22.11.2009

249  Wenn die Menschen nur über Dinge reden würden, von denen sie etwas verstehen - das Schweigen wäre bedrückend (Robert Lemke)  -  29.11.2009

250  Der Pfad der Gerechten ist wie das Licht am Morgen; es wird immer heller bis zum vollen Tag (Spr 4, 18)  -  06.12.2009

251  Ein Gräuel ist dem Herrn der Ränkeschmied; die Redlichen sind seine Freunde (Spr 3,32)  -  13.12.2009

252  Wenn deine eigene Welt zerbrochen ist, vertiefe deine Erkenntnis Gottes. Das zeugt inneren Frieden (Rabbi Nachman)  -  20.12.2009

253  Wisse! Ein Mensch geht im Leben auf einer sehr schmalen Brücke. Das Allerwichtigste ist, sich nicht zu fürchten (Rabbi Nachman)  -  17.01.2010

254  Weltliche (irdische) Wünsche sind wie Sonnenstrahlen in einem dunklen Zimmer. Sie wirken handfest, bis du sie zu greifen versuchst (Rabbi Nachman)  -  24.01.2010

255  Musik und Gesang sind der direkteste Weg, uns von dieser stofflichen Welt her mit Gott zu verbinden. Auch wenn du nicht schön singst, singe ...! (Rabbi Nachman 1772-1810)  -  14.02.2010

256  Mitleid bekommt man geschenkt, Neid muss man sich erst mal verdienen (Robert Lembke)  -  14.03.2010

257  Sei wie Gott und sieh nicht auf die Mängel und Schwächen der Menschen. Dann wirst du mit jedermann in Frieden sein (Rabbi Nachman)  -  21.03.2010

258  Du bist dort, wo deine Gedanken sind. Sieh zu, dass deine Gedanken da sind, wo du sein möchtest (Rabbi Nachman)  -  04.04.2010

259  Sinne nichts Böses gegen deinen Nächsten, der friedlich neben dir wohnt (Spr 3, 29)  -  25.04.2010

260  Alles in der Welt ... ist Prüfung und nur dazu da, dir die Freiheit der Wahl zu lassen (Rabbi Nachman)  -  02.05.2010

261  Sei gewiss, dass nichts von deinem Ringen um die Nähe zu Gott je verloren ist – nicht einmal dann, wenn du am Ende nicht vollbringst, wonach du trachtest (Rabbi Nachman)  -  09.05.2010

262   Sei ganz damit beschäftigt, Gutes zu tun, und das Schlechte wird ganz von selbst entfallen (Rabbi Nachman 1772-1810)  -  16.05.2010

263  Das Gebet ist der Aufstieg des Geistes zu Gott (Evagrios Pontikos: Vom Gebet 36)  -  23.05.2010 Pfingstfest

264  Lass dich nicht entmutigen von den Hindernissen, die dir auf dem Weg des Geistes begegnen.            Sie      s o l l e n    dort sein; sie vermehren dein Verlangen nach dem Ziel ... (Rabbi Nachman 1772-1810)  -  30.05.2010

265  Gottes Wort ist der Quell alles wahren Lebens ... Sein Wort kann deine Seele heilen ... (Rabbi Nachman 1772-1810) - 06.06.2010

266  Vollkommener Besitz erweist sich nur im Schenken. Alles, was du nicht zu geben weißt, besitzt dich (André Gide)  -  13.06.2010

267  Ergib dich niemals dem Gefühl, einsam zu sein. Wo du auch bist, Gott ist ganz nah. Denke daran: Gottferne ... ist nur dein eigenes Gefühl, nicht die Wirklichkeit (Rabbi Nachman, 1772-1810)  -  20.06.2010

268  Die Dinge haben nur den Wert, den man ihnen verleiht (Molière, 1622-1673)  -  28.06.2010 

269  Das Glück wohnt nicht im Besitz und nicht im Gold, das Gefühl des Glücks ist in der Seele zu Hause (Demokrit)  -  04.07.2010 

270  Für den Optimisten ist das Leben kein Problem, sondern bereits die Lösung (Marcel Pagnol)  -  11.07.2010

271  Der Mensch geht manchmal unbedacht zu Werke, was ihm in der Folge Zeit lässt zur Reue (William Shakespeare)  -  18.07.2010

272  Wenn ich könnte, hätte ich die Gesundheit ansteckend gemacht statt der Krankheit (Robert Ingersol)  -  25.07.2010

273  Wenn sich der Kranke nach dem Gespräch mit dem Arzt nicht besser fühlt, so war dieser kein Arzt (Wladimir Bechterew)  -  01.08.2010

274  Das Gebet ist Abhilfe für Schwermut und Verzweiflung (Evagrios Pontikos: Vom Gebet 16)  -  08.08.2010

275  Was immer du hinschenkst auf Erden, es wird dich in den Himmel begleiten (Indisches Sprichwort)  -  15.08.2010

276  Wer in seinem Leben nicht mit Gott rechnet, zahlt ewig (Sprichwort aus Äthiopien)  -  22.08.2010

277  Gott hält, was er sagt. Aber er sagt nicht, was er vorhat (Sprichwort aus Äthiopien)  -  29.08.2010

278  Wer kann reines Wasser trinken, solange es Brunnenvergifter gibt? (Sprichwort aus Äthiopien)  -  05.09.2010

279  Der Mensch urteilt nach seiner Meinung, Gott aber nach seinem Wissen (Sprichwort aus Äthiopien)  -  12.09.2010

280  Die Hand eines guten Menschen ist ein Zuhause Gottes (Sprichwort aus Äthiopien)  -  19.09.2010

281  Gewohnheit ist schlimmer als der Teufel (Sprichwort aus Äthiopien)  -  26.09.2010

282  Der Reiche zählt sein Geld, der Arme seine Tage (Äthiopisches Sprichwort)  -  03.10.2010

283  Willst Du Dir Schulden aufladen, werde Bürge! Willst Du Sünder sein, werde ein Kirchenmann! (Äthiopisches Sprichwort)  -  10.10.2010

284  Auch ein Armer kann gute Ratschläge geben. Aber wer fragt ihn danach? (Äthiopisches Sprichwort)  -  17.10.2010

285  Wenn der Arme satt ist, vergisst er die Notzeit (Äthiopisches Sprichwort)  -  24.10.2010

286  Das Wachs und der Docht geben getrennt kein Licht (Äthiopisches Sprichwort)  -  31.10.2010

287  Wenn sich die Stricke zusammentun, binden sie einen Löwen (Äthiopisches Sprichwort)  -  07.11.2010

288  Der Freund und das Gemälde: Beide sind aus der Entfernung gut (Äthiopisches Sprichwort)  -  14.11.2010

289  Wer keine Feinde hat, braucht auch keine Freunde (Äthiopisches Sprichwort)  -  21.11.2010

290  Ein kleiner Pflug schafft ein ganzes Feld (Äthiopisches Sprichwort)  -  28.11.2010

291  Der Arme hungert und dürstet auch nach Gerechtigkeit (Äthiopisches Sprichwort)  -  05.12.2010

292  Ich wollte nur jemand füttern und bin in die Hand gebissen worden (Äthiopisches Sprichwort)  -  12.12.2010

293  Geistig zu wachsen, das kann wie eine wilde Fahrt über Berg und Tal sein. Tröste dich mit dem Wissen, dass sich im Abwärts nur das Aufwärts anbahnt (Rabbi Nachman)  -  19.12.2010

294  Gott ist Mensch geworden und kein theologisches Lehrgebäude (Paul Badde im Angesicht des hl. Antlitzes von Manoppello: Das göttliche Gesicht, 260)  -  26.12.2010

  

                           +  +   +   +   +
   

Für Kommentare oder Anfragen an Pfarrer Gerd Hagedorn benutzen Sie bitte die Kontaktmöglichkeiten auf der Seite des Gästebuchs.     

                              
< Home                                                Gästebuch >