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Codex Sinaiticus jetzt im Internet


27.08.2011  Japan:
Nach 55 Jahren Arbeit hat Japan bald die erste Bibelübersetzung in der Volkssprache. Das meldet die Nachrichtenagentur Fides. Erstellt vom Institut Studium Biblicum der Franziskaner wurde der Text vor einigen Tagen in Tokyo dem Präfekten der Vatikanbibliothek, Kardinal Raffael Farina, übergeben. Es ist das erste Mal, dass eine japanische Übersetzung von den Originalsprachen und der Vulgata ausgeht. Seit 1950 – dem Beginn der Initiative – stand das Projekt unter Leitung des Franziskanerpaters Bernardin Schneider. (fides) (NL Radio Vatikan, 27.08.2011). 

27.07.2011  Österreich:
In der Forschung über die so genannte „Logienquelle Q“ steht ein Paradigmenwechsel an. Das sagte der Grazer Neutestamentler Christoph Heil im Gespräch mit der Nachrichtenagentur „Kathpress“. Eine internationale Tagung am Wochenende in Graz habe eine neue Ära in der Forschung zu dieser rund 240 Verse umfassenden Quelle eingeleitet. Die „Quelle Q“ spielt in der historisch-kritischen Bibelforschung eine besondere Rolle. Sie ist einer von zwei Quelltexten des Neuen Testaments, in denen man den originären Aussagen Jesu besonders nahe zu kommen glaubt. Die Befassung mit der „Quelle Q“ gehört mittlerweile zu den exegetischen Standards im Theologiestudium. Zu den Kritikern der Rekonstruktion gehört unter anderen Papst Benedikt XVI.. Er zählt die Q-Forschung jener Form der historisch-kritischen Bibelforschung zu, die Texte seziert, ohne sie in einem theologischen Gesamthorizont der Bibel zu reflektieren. (kap) (NL Radio Vatikan, 27.07.2011).   

21.07.2008  Leipzig:                                              Die älteste erhalten gebliebene Bibel-Handschrift der Welt ist bald online. Der erste Teil des Mitte des 4. Jahrhunderts in Ägypten entstandenen Codex Sinaiticus kann ab Donnerstag im Internet gelesen werden. Das teilte die Leipziger Universitäts

 

Katharinenkloster (Sinai), ursprünglicher Ort des Codex 

bibliothek mit. Die Bibliothek verwahrt 43 Pergamentblätter der Bibel. Weitere Originalseiten liegen in der British Library in London, im Katharinen-kloster auf dem Sinai und in der Russischen National-bibliothek St. Petersburg. Bis 2009 sollen alle rund 390 erhaltenen Blätter - das vollständige Neue Testament und die Hälfte des Alten Testaments - online sein. Geplant sind auch eine Textausgabe und ein gedrucktes Faksimile. Die digitale Fassung geht über die reine Abbildung des Textes, der ausschließlich in Grossbuchstaben, ohne Worttrennung und Bilder gesetzt ist, hinaus. Internetnutzer und Forscher können die Seiten wie einen digitalen Film verschieben, Textstellen vergrößern und sich die griechische Transkription sowie die deutsche Übersetzung anzeigen lassen. (ap) (NL Radio Vatikan, 22.07.2008).

12.12.2006:  Der Codex  Sinaiticus,  eine  der ältesten Bibelhandschriften,  soll  im  Internet  wieder zusammengefügt werden. Dazu kommen in Leipzig Vertreter derjenigen  Klöster und Bibliotheken zusam- men, die die Teile des so genannten "Codex Sinaïticus" aufbewahren. Diese sind: Das Sankt-Katharinen-Kloster auf dem Sinai in Ägypten, wo der Codex herstammt, die Russische Nationalbibliothek in Sankt Petersburg, die British Library in London und die Universitätsbibliothek Leipzig. Auf dem Wege der Digitalisierung wollen die Projektpartner den Codex Sinaïticus nach wissen- schaftlicher Bearbeitung in einer Internet-Datenbank wieder zusammenfügen, um ihn auf diese Weise Wissenschaft und Öffentlichkeit zugänglich zu machen. (kna) (Newsletter Radio Vatikan, 12.12.2006)

                          

Die Abbildung gibt den griechischen Text von Mk 6,3 wieder, geschrieben in Majuskeln, ohne Akzente und ohne Worttrennung:
"Ist das nicht der Zimmermann, der Sohn Marias und der Bruder von Jakobus, Joseph (statt Joses), Judas und Simon? Und leben nicht seine Schwestern hier bei uns? Und sie nahmen Anstoß an ihm. Und er sagte zu ihnen ..."

13.07.2008  Israel/Jordanien
Eine vom Toten Meer stammende Steintafel mit einem messianischen Text ist zum Thema einer Debatte im Bereich der Bibelwissenschaft geworden. Der Text eines Autors, der zwei Generationen vor Jesus von Nazareth gelebt hat, besagt, dass der Messias drei Tage nach seinem Tod auferweckt wird. Der Text wird als das fehlende Glied zwischen Judentum und Christentum interpretiert, weil es den Glauben an die Auferstehung des Messias in jüdischer Tradition verwurzelt. Außerdem gilt er als Hinweis auf die Authentizität des Auferstehungs-zeugnisses der Evangelien – im Gegensatz zu jenen Theologen, die den Auferstehungsglauben nur als Interpretation der frühen Kirche betrachten.
Die Tafel vom Toten Meer war vor zehn Jahren von dem israelischen Sammler David Jeselsohn in Jordanien erworben worden. Jeselsohn und die Forscherin Ada Yardeni fertigten eine Transkription und eine Interpretation der 87-zeiligen hebräischen Inschrift an, die sie in der Fachzeitschrift „Cathedra“ publizierten. (kap) (NL Radio Vatikan, 13.07.2008) - Einige Worte des Textes scheinen aber noch nicht eindeutig entziffert zu sein! [GH].

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