GERD HAGEDORN

  

            

  Ikone: Christus Pantokrator (Ausschnitt)  


Gruppe "Christen in Dahnen" bei Wer-kennt-wen (WKW) gegründet am 25.11.2011 von Pfr. i.R. Gerd Hagedorn  


CHRISTSEIN HEUTE

  

11.02.2012  Russland:
50 Prozent der Russen sind laut einer Umfrage gegen die Gründung einer christlichen Partei. Auf die Frage, ob es in Russland eine religiöse Partei ähnlich den christdemokratischen Parteien in Deutschland oder Italien geben sollte, antworteten 34 Prozent mit Ja. Das ergab eine am Freitag veröffentlichte Studie im Auftrag der russischen Gesellschaftskammer. Von den orthodoxen Christen sprachen sich 41 Prozent für eine solche Partei aus, 44 Prozent dagegen. Eine Mehrheit aller Befragten würde es begrüßen, wenn dem Parlament Geistliche angehören würden. 48 Prozent erklärten, dass sich das positiv auf die Arbeit der Duma auswirken würde, 11 Prozent meinten das Gegenteil. 37 Prozent glauben, das habe keinen Einfluss. Für die Studie wurden landesweit 1.800 Erwachsene befragt. Die 2005 geschaffene Gesellschaftskammer berät Regierung und Parlament. Die Russisch-Orthodoxe Kirche verbietet Priestern die Kandidatur für ein politisches Amt. Ein ranghoher Vertreter des Moskauer Patriarchats hatte im Januar allerdings die Gründung einer orthodoxen Partei angeregt. (kna) (NL Radio Vatikan, 11.02.2012). 

20.01.2012  (Vatikan/Washington) Die Freiheit der Kirche, ihre Stimme in der öffentlichen Diskussion der USA zu erheben, ist bedroht. Das ist der Alarmruf von Papst Benedikt XVI., als er eine Gruppe amerikanischer Bischöfe zum Ad-limina-Besuch im Vatikan empfing.
Diese Alarmglocke ertönt inmitten einer hart geführten Kampagne um die Entscheidung, wer als republikanischer Kandidat im November den amtierenden Präsidenten Barack Obama herausfordern wird.
Der Papst sprach mit jenen Bischöfen, deren Bischofssitze sich im Herzen der amerikanischen Macht befinden. Im Vatikan anwesend waren Kardinal Donald Wuerl, der Erzbischof von Washington, Erzbischof Edwin Frederick O’Brien, Apostolischer Administrator der Erzdiözese Baltimore, des ältesten Bistums der USA, mit dem Vorrang wenn auch nicht dem Titel eines Primas sowie die Militärbischöfe, die für die geistliche Betreuung der US-Truppen auf der ganzen Welt zuständig sind.
Benedikt XVI. äußerte sich besorgt über die Lage der Religionsfreiheit in den USA, die eigentlich von den Amerikanern als die kostbarste aller Freiheiten geachtet wird. Der Papst betonte, dass diese Freiheit auf einem grundsätzlichen Konsens in der Gesellschaft beruht, was gut und richtig sei.
„Dieser Konsens hat sich heute angesichts neuer und mächtiger kultureller Strömungen signifikant reduziert, die nicht nur in direktem Widerspruch zu zahlreichen zentralen Morallehren der christlichen Tradition stehen, sondern dem Christentum als solchem gegenüber immer feindlicher auftreten“, so Papst Benedikt XVI.
Es gibt, so der Papst, Kräfte, die im Namen der „Wissenschaft“ und der „politischen Macht und der Herrschaft einer Mehrheit“ das Recht der Kirche einschränken wollen, der Gesellschaft ihre „unveränderliche moralische Wahrheit“ zu verkünden. -
Für den Papst handelt es sich dabei nicht nur um eine Bedrohung des christlichen Glaubens. Vielmehr sei die „Menschheit selbst“ in Frage gestellt. Wenn man „versucht, die Dimension des letzten Geheimnisses [des Menschseins] zu unterdrücken“, besteht die Gefahr, einer „reduktionistischen und totalitären Sicht der menschlichen Person und der Natur der Gesellschaft“ zu verfallen.
Auch die amerikanischen Bischöfe sind über die Lage der Religionsfreiheit ernsthaft besorgt. Die Bischofskonferenz schuf deshalb vor kurzem eine eigene Kommission. Im September 2011 warnte der Vorsitzende der Konferenz, Erzbischof Timothy Dolan, seine Mitbrüder, dass die Religionsfreiheit in den USA “einen Angriff ohnegleichen“ erlebt. -
Wie gefährlich die Bischöfe die Entwicklung einschätzen zeigt auch, dass die Religionsfreiheit das zentrale Thema der Herbstkonferenz der Bischöfe im vergangenen November war und nicht die zentralen Wahlkampfthemen des Vorwahlkampfes und der bevorstehenden Präsidentschaftswahlen. -
Die Gründe für die Sorge der Bischöfe sind zahlreich, angefangen bei den Nachwehen des noch frischen Kampfes rund um die Gesundheitsreform von Präsident Obama. Der katholische Teil der USA spaltete sich dabei in zwei Gruppen. Auf der einen Seite die Bischöfe, die sich strikt gegen die Einführung einer Krankenversicherungspflicht assprachen, auf der anderen Seite katholische Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen, die dafür waren. -
Nun befinden sich, wie die Bischöfe vorhergesagt hatten, auch die “liberalen” Katholiken in Schwierigkeiten, die die Reform der Demokraten unterstützt hatten. Sie stehen nun vor der Pflicht, die ihnen die Reform aufzwingt, Krankenversicherungen akzeptieren zu müssen, die auch „nicht katholische“ Dienstleistungen abdecken, wie künstliche Verhütungsmittel, die Pille danach, die Tötungspille oder die Abtreibung. -
Doch die Streitpunkte sind zahlreich. Da sind die katholischen Sozial- und Hilfsorganisationen, die in zahlreichen Bundesstaaten die öffentliche Finanzierung verloren haben, weil sie sich weigerten, homosexuelle Paare für die Adoption von Kindern zu akzeptieren. Da sind Gesetze in verschiedenen Bundesstaaten, die die Türen zur Homo-Ehe öffnen und dergleichen mehr bis hin zu mehr symbolischen, aber deshalb nicht minder wichtigen Themen, wie der Frage, ob am Ground Zero in New York ein Kreuz errichtet werden darf oder nicht. -
Die Gesamtfrage dürfte in den Präsidentschaftswahlkampf hineinwirken, vor allem falls die Republikaner einen Kandidaten mit einem deutlich „religiösen Profil“ auswählen sollten wie Newt Gingrich oder den Katholiken Rick Santorum, der nach einer Überprüfung der Vorwahlen von Iowa sogar der Sieger in diesem ersten Bundesstaat ist, in dem Vorwahlen stattfanden, und nicht Mitt Romney, wie es zunächst hieß.
In den jüngsten Debatten warfen die religiösen und sozialkonservativen Kandidaten der Republikaner, Gingrich, Santorum und Perry, der sich gestern aus den Vorwahlen zurückzog und Gingrich unterstützt, der Regierung Obama vor „der Religion in Amerika allgemein und der katholischen Kirche im besonderen den Krieg erklärt zu haben“, so der Professor für Geschichte des Christentums an der University of St. Thomas in Minneapolis, Massimo Faggioli. Ein Vorwurf, der in den USA Gewicht hat. -
2008 stimmten die Katholiken mehrheitlich für Obama trotz großer Skepsis der Bischöfe. Es erscheint unwahrscheinlich, dass sich dies im November noch einmal in diesem Ausmaß wiederholen wird.
Nicht zuletzt, weil von Papst Benedikt XVI. eine klare Unterstützung für jene kam, die von den Bischöfen fordern, jene katholischen Politiker, vor allem der Demokraten, zur Disziplin zu rufen, die in ethischen und bioethischen Fragen die Lehre der Kirche missachten, vor allem in der Lebensrechtsfrage. Dazu gehören ebenso Vize-Präsident Joe Biden wie die ehemalige Sprecherin des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi. -
Die Bischöfe müssten, so der Papst in seiner Rede an die amerikanischen Bischöfe, den Politikern klarmachen, dass sie eine „persönliche Verantwortung tragen, öffentlich Zeugnis für ihren Glauben zu geben“ zu allen „großen moralischen Fragen unserer Zeit: den Respekt des von Gott geschenkten Lebens, den Schutz der Menschenwürde und die Förderung der wahren Menschenrechte.“
Vor allem müssen Katholiken eine „starke kritische Haltung gegenüber der dominierenden Kultur und den Mut haben, dem reduktiven Säkularismus zu widersprechen, der die Teilnahme der Kirche an der öffentlichen Diskussion zu Fragen, die die künftige amerikanische Gesellschaft bestimmen werden, verhindern möchte“.
Für den Papst und die amerikanischen Bischöfe geht es um eine entscheidende Frage, die die Zukunft der USA bestimmen wird. Es geht um den Fortbestand einer „gesellschaftlichen Ordnung, die in der jüdisch-christlichen Tradition verwurzelt“ ist. Die Präsidentenwahl im November wird daher auch für die Kirche eine entscheidende Etappe sein. Text: Vatican Insider/Giuseppe Nardi (Katholisches.info, 20.01.2012).

11.09.2011  Frankreich/Algerien:
Im Fall der 1996 in Algerien entführten und ermordeten sieben französischen Ordensleute gibt es neue Vorwürfe gegen den algerischen Geheimdienst. Der französische Journalist Jean-Baptiste Rivoire wirft dem Militärgeheimdienst DRS vor, die Entführung angestiftet zu haben. Das berichten französische Medien am Wochenende. Eine kleine Gruppe von V-Leuten habe die echten Islamisten dazu gebracht, die Tat zu verüben. Ziel sei gewesen, die Ordensmänner als störende Zeugen zu beseitigen, den Ruf der islamischen Fundamentalisten zu schädigen und Druck auf Frankreich auszuüben. Rivoire beruft sich auf Aussagen ehemaliger algerischer Geheimdienstmitarbeiter sowie eines Fundamentalisten. Die Hintergründe der Ermordung der Trappisten sind bis heute ungeklärt. Ein französischer General erklärte 2009, das algerische Militär habe sie versehentlich bei einem Hubschrauberangriff auf eine Islamistenstellung getötet. Algier hatte dagegen immer behauptet, die islamistische Bewegung GIA habe die Ordensleute rund einen Monat nach ihrer Entführung enthauptet. Der Fall war vom französischen Regisseur Xavier Beauvois in seinem preisgekrönten Film „Von Menschen und Göttern“ aufgegriffen worden. (kna) (NL Radio Vatikan, 11.09.2011). 

18.07.2011  Tauziehen zwischen Vatikan und UNO zur “sexuellen Identität” – „Heute die Gefahren von morgen sehen“
(New York/Rom) Die jüngste UNO-Resolution über die “sexuelle Identität” könnte die Freiheit der Kirche einschränken. Sollte das ideologische Manifest wörtlich genommen werden, dürfte man künftig keine moralische oder religiöse Meinung mehr über Homosexualität haben. Deshalb protestierte der Heilige Stuhl gegen die Marschrichtung der Vereinten Nationen zu den Homo-Rechten. Die Kirche kritisiert vor allem, dass die Resolution die Meinungsfreiheit, aber auch die Religionsfreiheit einschränke. Sie erlaube nicht mehr verschiedene Meinungen, sondern wolle eine Einheitsmeinung aufoktroyieren. Die Kirche könne dann keine moralische, politische oder auch rechtliche Differenzierung mehr äußern zu Fragen wie Homo-Ehe, Homo-Adoption oder künstliche Befruchtung.

Der Heilige Stuhl betonte das kirchliche Nein zur Diskriminierung und zur Gewalt gegen Homosexuelle. Sie wehrt sich jedoch gegen die einseitige Festlegung der UNO, dass homosexuelle Beziehungen den heterosexuellen völlig gleich, auch vom moralischen Gesichtspunkt und ebenso von Natur aus, seien.

Ein europäischer UN-Diplomat sagte am Rande der Tagung: „Jedes Kind weiß und versteht, daß diese Gleichsetzung der Homosexualität von Natur aus verkehrt ist. Doch sagen darf man das heute nicht mehr, weshalb auch ich das nie gesagt habe. Wie lange dieser ideologische Hype dauern wird, kann ich nicht sagen.“

Der Vatikan warnt vor dem verordneten Einheitsgedanken, der per se bereits Meinungsdiktatur ist, ganz unabhängig davon, ob er nun mit der „Ausmerzung von Homophobie“ begründet wird oder anders. Laut dem ständigen Beobachter des Heiligen Stuhls beim Menschenrechtsrat der UNO in Genf, Msgr. Silvano Maria Tomasi, sei es „das Ziel, die Homosexuellenrechte in die internationale Agenda der Menschenrechte aufzunehmen.“ Durch die sich dahinter verbergende ideologische Unduldsamkeit drohe ein ernsthafter Angriff auf die Religionsfreiheit der katholischen Kirche, so Tomasi.

Wenn die Staaten und die internationalen Organisationen bei ihrem Drang nach Erweiterung der Menschenrechte nicht ausreichende Sensibilität für die Wahrung der bereits definierten Menschenrechte hätten, könnte von Staaten versucht werden, der Kirche trotz ihrer gegenteiligen Positionen die Homo-Ehe aufzuzwingen. Dann könnten sogar Priester vom Staat gezwungen werden, Homo-Ehen zu segnen und zu zelebrieren. „Ein Widerspruch und eine Absurdität, doch es entspräche der Logik einiger radikaler Kräfte“, so der Kurienerzbischof. „Der kirchliche Beitrag zu den Menschenrechten ist nicht losgelöst von der Glaubensperspektive auf den Schöpfergott.“

„Deshalb wehrt sich die Kirche gegen eine Diktatur der positivistischen Vernunft, die Gott aus dem Leben der Gemeinschaft und der öffentlichen Ordnung ausschließt und den Menschen seiner eigensten, spezifischen Orientierungsmaßstäbe beraubt“, so der ständige Vertreter beim UN- Menschenrechtsrat.
Der Heilige Stuhl teilt die Absicht, jede Form von Diskriminierung und Gewalt gegen Homosexuelle als Personen künftig zu verhindern. „Die Kirche kann aber keine Form von staatlichem Zwang auf das Gewissen akzeptieren“, so Erzbischof Tomasi. „Aufgrund der Heiligen Schrift, der gesamten kirchlichen Überlieferung und des Naturrechts hat die Kirche ein klare Position zur Homosexualität, achtet und anerkennt aber jede Person aufgrund ihrer unveräußerlichen Menschenwürde. Diese Position muß die Kirche auch morgen sagen, lehren und für sie eintreten können, sie ist fester Bestandteil ihres Glaubensgutes, in das kein Staat das Recht hat, einzugreifen.“ (Text: Vatican Insider/Giuseppe Nardi; Katholisches.info, 18.07.2011).

 

02.06.2011:  Den folgenden Aufruf der Initiative "EUROPA FÜR CHRISTUS!" veröffentliche ich gerne und bitte um Beachtung. So wie bisher geht es nicht weiter. Religion, und auch das Christentum, sind keine Privatsache!!

 

Fünf Ratschläge für aktive Christen in Europa

 

In den meisten Fällen begegnen Europäer dem Christentum heutzutage mit Gefühlen irgendwo zwischen Unverständnis und Feindseligkeit. Diese schwer einzuordnende Stimmung versteckt sich zumeist hinter Worthülsen und Nettigkeiten. Was hat das zu bedeuten? Existiert da eine Art von Phobie? Stören sich die Menschen an der bloßen Präsenz der Christenheit?
 
Ist das Christentum so etwas wie ein ständig wiederkehrender Fingerzeig auf etwas, das niemand hören möchte? Was macht Ausdruckformen des Christentums so unerträglich, dass sie, als scheinbar letzter Zufluchtsort von etwas, vom Gesetz her zu Tode gehetzt werden müssen?
 
Und warum findet die größte Basis-Organisation in Europa - sofern der Leser mir gestattet, diesen Ausdruck auf die Christenheit hin anzuwenden - so wenig Gehör in der Öffentlichkeit? Welche Gemeinschaft hat sowohl ein Büro als auch ein Büropersonal, das rund um die Uhr in jedem noch so kleinen Dorf präsent ist, und dennoch wenig mehr als Kritik erfährt?
 
Alasdair MacIntyre schrieb, dass der Heilige Benedikt nicht darauf abzielte Europa zu retten, sondern vielmehr das Christentum mit seinen Freunden zusammen in einer radikalen Form zu leben: und damit rettete er nebenbei Europa. John Courtney Murray schrieb, „Der Heilige Geist steigt nicht in der Gestalt einer Taube in die ´Stadt der Menschen´ herab. Er kommt vielmehr im immerwährend tatkräftigen Geist der Gerechtigkeit und Liebe herab, die im ´Menschen der Stadt´, also dem Laien, wohnt. Was sollen diese tatkräftigen Laien jetzt also tun?
  
Der erste Schritt besteht darin, immer bessere Christen zu werden. Erinnern Sie sich an Mutter Theresas Ausspruch „Die einzigen Dinge, die sich verändern müssen, sind Sie und ich.“ Auf einer konkreten persönlichen Ebene bedeutet dies, in den vielen kleinen Dingen des Lebens, die uns täglich auf unserem Weg begegnen, Treue zu zeigen, danach zu streben, das Evangelium zu verkünden, ja, sich auf den Weg zu machen und es auf den Bergen zu verkünden.
 
Christen äußern sich in der Öffentlichkeit oftmals zu gesellschaftlichen Themen, aber ohne dabei den Glauben zu erwähnen, und zwar in der Intention, ein Argument nicht nur für Gläubige, sondern für jeden Interessierten anzubieten. Das ist sehr taktvoll. Und doch ist dem etwas entgegenzuhalten: Lassen wir damit nicht das Wesentliche weg, das der Durchschnittsbürger vor dem Fernsehgerät so dringend hören sollte? Verstehen Sie mich nicht falsch: Ich bin ganz und gar überzeugt von der christlichen Tradition des Naturgesetzes und der Möglichkeit, fast alles von der Vernunft her erklären zu können. Aber vielleicht sollten wir Christen mehr mit den Zuhörern und in deren suchende Herzen hinein über ihren Glauben sprechen, anstatt den das Interview führenden Journalisten zur Zustimmung bringen zu wollen. Wäre das nicht eine Überlegung wert?
In meinem Heimatdorf ist ein großes Kreuz an der Außenwand der örtlichen Pfarrkirche angebracht. Auf ihm sind alle Jahre verzeichnet, beginnend mit dem Jahr 1865, in welchen eine große organisierte Volksmission durchgeführt worden ist. Die Inschrift endet mit dem Jahr 1961.
 
Der zweite Schritt besteht darin, dass Christen freimütiger im Reden werden. Ein deutsches Forschungsinstitut hat kürzlich geschlussfolgert, dass die bemerkenswerteste Sache an heutigen Christen die sei, dass sie eben nicht in Erscheinung treten. Es liegt nun in der Verantwortung jedes einzelnen Christen, dies zu ändern.
Christen sind dazu aufgerufen die öffentliche Debatte mitzugestalten. Da gibt es eine ganze Menge zu tun! Kein wichtiges Thema sollte unkommentiert bleiben. Der wohl wichtigste Aufruf an Christen besteht darin, authentischer und weniger ängstlich zu sein, sich gut zu informieren und sich mit nachvollziehbaren und vernünftigen Argumenten zu Wort zu melden. Es ist für den Christen ein Akt der Nächstenliebe, sich am öffentlichen Diskurs zu beteiligen.
  
1. Vom Christentum inspirierte Politiker sollten ihren Glauben nicht wie einen Hut an der Garderobe in den Vorhallen der Macht ablegen. Sie haben allen Grund, weniger furchtsam zu sein. Es sollte ihnen viel daran gelegen sein, für den Schutz der Menschenwürde einzutreten, sowie gegen gesetzliche Restriktionen, die eine direkte oder indirekte Auswirkung auf Christen haben. All dies sollte im Bewusstsein dafür geschehen, dass im Kontext übertriebener gesetzlicher Regelungen, die manchmal sogar grundlegende Freiheiten beschränken, fadenscheinige und notdürftige Ausnahmeregelungen für Christen nicht ausreichen, um eine freie und gerechte Gesellschaft zu erhalten oder zu formen.
2. Diejenigen, die in Medien und Kunst tätig sind, sollten versuchen, ein authentischeres Bild der Christen zu zeichnen und die durch langjährige Stereotypisierung geschaffenen Vorurteile zu bekämpfen.
3. Diejenigen, die akademisch oder auf intellektueller Ebene tätig sind, wären dazu aufgerufen, die „christlichen Prinzipien“ aus ihrem momentanen abgeschiedenen Ghetto herauszuführen und in den allgemeinen Diskurs einzubringen.
4. Christliche Eltern sollten die Weitergabe des Glaubens an ihre Kinder zu einer Priorität erheben.
5. Kirchenführer sollten sich selbst zugestehen, den christlichen Standpunkt klar und deutlich zu benennen und die für alle Menschen auf der Suche nach dem Glück fundamentalen und „lebensnotwendigen“ Konzepte und Hilfen aufzuzeigen.
  
Es ist an der Zeit, den Couchplatz des kritischen Beobachters gegen eine engagierte christliche Präsenz im öffentlichen wie im privaten Raum einzutauschen!
 
Ist das nun der große Masterplan? Wahrscheinlich nicht. Aber als Christen wissen wir: Wir sind nur für das verantwortlich, was wir im Stande sind zu tun. Unser vornehmliches Ziel muss es sein, unseren Teil am Aufbau dieser Welt in dem Maße zu leisten, dass diese ein Ort wird, an dem alle glücklich werden können. Aber wenn wir keine Veränderungen im großen Stil zuwege bringen können, muss es unser zweites Anliegen sein, jenen Menschen eine Hilfe zu sein, die zuhören und damit beginnen, das zu bedenken und zu erwägen, was das Christentum ihnen zu sagen hat. Und selbst wenn dies nicht der Fall sein sollte, oder niemand zuhört, wird es dennoch wertvoll gewesen sein, der Wahrheit sozusagen eine Stimme gegeben zu haben, für die Schwächsten eingetreten zu sein und den christlichen Glauben verkündet zu haben.
 
Von Gudrun Kugler und dem Europa-für-Christus! Team.
 
Dieser Text ist die  Zusammenfassung eines Beitrags zu dem Buch “Exiting a Dead End Road, A GPS for Christians in Public Discourse”. Hervorhebungen von mir.
Veröffentlichungen mit Quellenangabe sind willkommen. Quelle:  www.europe4christ.net
    
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