CHRISTENVERFOLGUNG IM JAHR 2012


Auch im Jahr 2012 nimmt die Christenverfolgung weiter zu. Hinzu gekommen sind ganz bewusst auch in unserer angeblich so toleranten Umgebung subtilere Formen wie Diskriminierung Diffamierung, Marginalisierung und Behinderung der Christen und vor allem der katholischen Kirche. Für sie gilt in Medien und Öffentlichkeit Null Toleranz. Gerechtigkeit und Wahrheit bleiben auf der Strecke. Quo vadimus?
22.02.2012 Islamische Republik Iran (Teheran): Hinrichtung von Pastor Youcef Nadarkhani steht unmittelbar bevor
Der wegen Glaubenswechsel im Iran zum Tode verurteilte Pastor Youcef Nadarkhani soll in den nächsten Tagen hingerichtet werden, so die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). Das Zentralgefängnis von Rasht, in welchem Nadarkhani einsitzt, sei von Justizbehörden angewiesen worden, die baldige Ausführung des Befehls vorzubereiten. Nadarkhani war am 22. September 2010 wegen „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ und „Abfall vom islamischen Glauben“ zum Tode durch den Strang verurteilt worden. Noch am 20. Dezember 2011 war das Gericht angewiesen worden, für mindestens ein Jahr ausschließlich daran zu arbeiten, Nadarkhani zum Islam zurückzubringen.
Der Iran scheint sich von der internationalen Welle der Empörung nicht beeindrucken zu lassen. Auch von ihm ratifizierte völkerrechtlich bindende Abkommen lassen ihn kalt: Glaubwürdige Quellen berichten von der imminenten Hinrichtung des Pastors. Sollte das Todesurteil tatsächlich vollstreckt werden, wäre dies „nicht nur die erste Hinrichtung mit der offiziellen Begründung ‚Abfall vom Islam‘ sondern auch ein Schritt in das dunkle Mittelalter“, so Martin Lessenthin, Sprecher des Vorstands der IGFM. Bisher wurden im Iran immer wieder Menschen hingerichtet, auch ohne Hinrichtungsbefehl und ohne daß die Familie verständigt wäre. Auch der Familie von Pastor Youcef Nadarkhani wurde ein solcher nicht übergeben.
Pastor Youcef Nadarkhani (geboren 1977) wurde im Dezember 2006 zum ersten Mal verhaftet. Die IGFM betont, daß er mit seinem Übertritt zum Christentum und seiner Pastorentätigkeit lediglich sein Recht auf Religionsfreiheit in Anspruch genommen hat. Dieses Recht hat auch der Iran völkervertragsrechtlich bindend anerkannt. Am 12. Oktober 2009 wurde Nadarkhani erneut verhaftet. Seitdem ist der Pastor in einer Haftanstalt des Geheimdienstes in der Stadt Lakan inhaftiert.
Am 22. September 2010 verurteilte ihn die erste Kammer des zuständigen Revolutionsgerichts, basierend auf früheren Anschuldigungen, wegen „Abfall vom islamischen Glauben“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehren“, zum Tode. Derzeit sitzt er in der Abteilung für politische Gefangene ein und darf weder Besuch von der Familie noch von seinem Anwalt, welcher Berufung einlegte, empfangen. Die dritte Kammer des Obersten Gerichtshof von Qom bestätigte das Urteil. Nadarkhani wäre seit Jahren der erste Konvertit, bei dem die iranische Justiz den „Abfall vom Islam“ völlig offen zur Begründung des Todesurteils nennt. Die IGFM sieht darin einen Versuch der Behörden, die iranische Untergrundgemeinde noch stärker unter Druck zu setzen.
Politische Paten von Pastor Nadarkhani im Patenschaftsprogramm der IGFM sind der CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe, die saarländische Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer, CDU und der Abgeordnete des Europäischen Parlaments Othmar Karas, EVP.
Die IGFM sammelte in den vergangenen Monaten über 23.000 Unterschriften zur Rettung von Pastor Youcef Nadarkhani. Text: PM/Linus Schneider (Katholisches.info, 22.02.2012).
20.02.2012 Israel:
Radikale Sprayer haben an diesem Montag eine Kirche in Jerusalem mit Parolen wie „Tod dem Christentum“ beschmiert. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Ein Polizeisprecher erklärte, dass die Ermittler ein jüdisch-nationalistisches Motiv für die Tat in Betracht ziehen. Festgenommen wurde aber noch niemand. Die Parolen beziehen sich auf Maßnahmen der Regierung gegen jüdische Siedler. Schon vor zwei Wochen war das bekannte Kreuzkloster in der Nähe des israelischen Parlaments in Jerusalem mit ähnlichen Graffitis entwürdigt worden. (reuters) (NL Radio Vatikan, 20.02.2012).
16.02.2012 2.000 radikale Salafisten haben die Kirche im dem Dorf Meet Bashar etwa 50 Kilometer nördlich von Kairo attackiert. Auch das Gemeindehaus und einige Wohnblocks sind bei dem Vorfall am vergangenen Montag zerstört worden. Erst nachdem Sicherheitskräfte eingriffen, konnte die Ruhe wieder hergestellt werden. Seit Sonntag war das Dorf Schauplatz von christlich-islamischen Auseinandersetzungen, da ein 14-jähriges christliches Mädchen nach dem Gespräch mit einem islamischen Religionsführer für 3 Tage verschwunden war. Der Sprecher der katholischen Kirche in Ägypten, Rafik Greiche, gab an, dass seit dem Wahlsieg der islamistischen Parteien die Angriffe gegen Kopten landesweit zugenommen hätten. Da die Salafisten die zweitstärkste Macht im Parlament seien, könnten sie ihre anti-christliche Haltung bald auch auf politischer Ebene zum Ausdruck bringen, befürchtet Greiche. (asianews) (NL Radio9 Vatikan, 16.02.2012).
14.02.2012 Bischof Hanke in Ägypten: „Christliche Mitgestaltung nicht erwünscht“
Ziemlich desillusioniert ist der Eichstätter Bischof Gregor Maria Hanke von einem Besuch aus Ägypten zurückgekommen. Er habe den Eindruck, dass eine Mitwirkung von Christen beim Aufbau Ägyptens nicht erwünscht sei. Zu einer „heftiger werdenden Aggressivität des Islam“ trete in Ägypten generell eine „Klimaveränderung in der Gesellschaft, besonders bei den weniger gebildeten Schichten“. Diskriminierung von Christen ist nach Hankes Beobachtung Alltag: „Mir hat ein junger Student erzählt, dass er, sobald er zu einem Personalgespräch kommt und man dort seinen christlichen Vornamen identifiziert, er keine Chancen mehr hat.“ (k1/rv) (NL Radio9 Vatikan, 14.02.2012).
13.02.2012 Ägypten:
Nach den Attacken auf koptische Bewohner, haben acht Familien das Dorf Charbat im Norden Ägyptens verlassen. Bei einer Versammlung des Ältestenrates wurde über die Vertreibung der Kopten entschieden, bestätigte die Ägyptische Initiative für Menschenrechte „EIPR“. Die Muslim-Brüder stritten die Ausweisung der Familien derweil ab. Ein Parteisprecher erklärte, dass nur einzelne christliche und muslimische Familienmitglieder das Dorf verlassen hätten, die in die Attacken verwickelt waren. Damit wolle man ein weiteres Blutvergießen verhindern. Die Menschenrechtsorganisation „EIPR“ kritisierte das Versagen der Sicherheitskräfte aufs heftigste. Ende Januar hatten radikale Muslime Häuser in Brand gesetzt und Kopten angegriffen. (afp) (NL Radio Vatikan, 13.02.2012).
11.02.2012 Beirut: Seligsprechung zweier libanesischer Kapuziner – Märtyrer des türkischen Völkermords an den Christen
Die Kapuziner und die katholische Kirche des Libanon bereiten sich auf die Seligsprechung von zwei Mitbrüdern vor. 
Die beiden libanesischen Kapuziner waren 1915 während des antichristlichen Genozids im Libanon verhaftet und ermordet worden. Es handelt sich um Bruder Leonard Melki (1881-1915) und Bruder Thomas Saleh (1879-1917), deren Seligsprechungsverfahren unter dem Vorsitz von Msgr. Paul Dahded, dem Apostolischen Nuntius der lateinischen Christen im Libanon, bei Anwesenheit des Vize-Provinzials der Kapuziner, Bruder Tony Haddad, jetzt positiv abgeschlossen wurde.
Die beiden Ordensmänner waren ergriffen und gefoltert worden. Bruder Leonard Melki weigerte sich, seinem Glauben abzuschwören, nachdem er bei der Ankunft der türkischen Polizei das Allerheiligste Altarsakrament versteckt hatte. Man brachte ihn in die Wüste, wo er gemeinsam mit dem armenisch-katholischen Erzbischof, dem seligen Ignatius Maloyan, und 415 Christen von Mardin hingerichtet wurde. In der osmanischen Provinz Mardin wurden während des Völkermords an den Armeniern systematisch alle Christen ermordet, nicht nur die christlichen Armenier. Für den antichristlichen Völkermord war die Teşkilât-ı Mahsusa zuständig, die im Auftrag des Staates den Genozid plante, organisierte und durchführte.
Bruder Thomas Saleh wurde verhaftet und zum Tode verurteilt, weil er während des Genozids einem armenischen Priester Zuflucht gewährt hatte. Mitten im Winter von den Soldaten deportiert, starb er während des Marsches am 18. Januar 1917 an den unmenschlichen Strapazen. Er wurde an der Straße liegengelassen, wo er starb. Andere christliche Deportierte bezeugten, dass er den provokanten Angriffen seiner Häscher immer wieder antwortete: „Ich vertraue Gott. Ich habe keine Angst vor dem Tod.“
Text: RV/Giuseppe Nardi; Bild: ofmcap (Katholisches.info, 11.02.2012).
11.02.2012 Sudan:
Junge Christen haben Angst vor Entführungen durch die Milizen. Das berichtet das katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ unter Berufung auf den Weihbischof von Khartum, Daniel Adwok. Milizgruppen würden Angehörige von Minderheiten verschleppen und zum bewaffneten Kampf zwingen, so „Kirche in Not“. Seit November sei die Zahl der Entführungen von jungen Männern sprunghaft angestiegen. Viele seien nachts in ihren Häusern überrascht worden. Besonders gefährdet seien Südsudanesen, die im Norden lebten, hieß es in der Mitteilung. Sie würden unter Umständen gezwungen, gegen die südsudanesische Regierung und ihre eigenen Landsleute zu kämpfen. (pm) (NL Radio Vatikan, 11.02.2012).
07.02.2012 Israel:
Ein griechisch-orthodoxes Kloster in Jerusalem ist laut Polizeiangaben mit anti-christlichen Graffiti beschmiert worden. Demnach sind auf die Mauern des Klosters, das im Tal des Kreuzes nahe dem israelischen Parlament liegt, Parolen wie „Tod den Christen“ in hebräischer Sprache geschmiert worden. Die Phrasen beziehen sich laut Medienangaben auf Maßnahmen der israelischen Regierung gegen die jüdischen Siedler. In der Vergangenheit waren vorwiegend Moscheen im Westjordanland von derartigen Protestbekundungen betroffen. Vor dem christlichen Kloster wurden zuletzt jedoch auch eine Moschee sowie israelische Militärgebäude in Israel mit Graffiti beschmiert. (ap) (NL Radio Vatikan, 07.02.2012).
07.02.2012 Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) zeigt sich besorgt darüber, dass der vor einer Woche festgenommene Sprecher von Boko Haram, Abdul Qaqa, noch nicht vor Gericht gestellt wurde. Die IGFM erinnert daran, dass seit dem Jahr 2000 in Nigeria mehr als 10.000 Christen Opfer religiös motivierter Gewalt geworden seien. Bis heute sei jedoch kein einziges Verfahren eingeleitet worden. Dennoch sei die Festnahme des Boko Haram–Sprechers ein „wichtiger Schritt im Kampf gegen den vorherrschenden Terror“, erklärte Emmanuel Ogbunwezeh vom IGFM-Referat in Afrika. (pm) (NL Radio Vatikan, 07.02.2012).
03.02.2012 Köln:

Quelle: Bitte hier klicken! - Die Zukunft unserer Kirche?! (Mitteilung von Dr. Christoph Heger für PRO-BEWEGUNG, 03.02.2012).
02.02.2012 Indien:
Im westindischen Unionsstaat Gujarat ist ein historischer christlicher Friedhof mit Planierraupen teilweise eingeebnet und geschändet worden. Der Vorfall ereignete sich am 26. Januar in Sabarmati, nahe der Hauptstadt Ahmedabad. Die christliche Vereinigung „All India Christian Council“ (AICC) verurteilte die Untätigkeit der Regierung heftig. Die Rechtsstaatlichkeit sei in Gujarat nicht gewährleistet, so der Verband: Die Menschen, auch die Toten, seien hier nicht sicher. Der AICC vermutet radikale hinduistische Gruppen hinter dem Vorfall und fordert den Gouverneur des Bundesstaates, Narendra Modi, zum Rücktritt auf. (fides) (NL Radio Vatikan, 02.02.2012).
31.01.2012 Indien:
Überfall auf die Katholischen Universität Sankt Josef in Bangalore: Etwa hundert radikale Hindus haben am Montag den Campus der Uni im indischen Bundesstaat Karnataka attackiert. Der Präsident der Universität berichtete von großer Angst unter den Studierenden: Die Sicherheitskräfte hätten dem gewalttätigen Treiben für mehrere Stunden zugesehen, so Jesuitenpater Melwin Mendonca. Unter den Gewalttätigen seien auch Vertreter der Behörden gewesen. Um Ruhe in die Situation zu bringen, habe er sich selbst verhaften lassen, obwohl keine Anzeige gegen ihn vorlag, so der Jesuit. Als er nach seiner Freilassung Beschwerde über den Angriff auf den Campus und die gegen ihn gerichtete Gewalt einlegen wollte, sei er abgewiesen worden, berichtete Mendonca weiter. (fides) (NL Radio Vatikan, 31.01.2012).
31.01.2012 Volksrepublik China:
Die Polizei hat im Norden des Landes am Montag fünf katholische Priester verhaftet und an einen bislang unbekannten Ort gebracht. Der Vorfall ereignete sich im Bistum Suiyuan in Erenhot nahe der Grenze zur Mongolei. Nach Angaben der Kirche handelt es sich bei den Verschleppten um den Leiter der Diözese, Joseph Zhang, den Seminardirektor Joseph Ban und um drei weitere Priester. Alle Geistlichen gehören der vom Staat nicht anerkannten „Untergrundkirche“ an. Der Fall sei sehr ungewöhnlich, weil diese Glaubensgemeinschaft seit Jahren unbehelligt agiere, schreibt Ucanews unter Verweis auf Beobachter vor Ort. Die Behörden machten keine Angaben zum Grund der Verhaftungen. In den 1980er Jahren war das Bistum Suiyuan von den chinesischen Behörden offiziell aufgelöst worden. (ucanews) (NL Radio Vatikan, 31.12.2012).
31.12.2011 Neu Delhi: Scharia-Gericht ordnet Vertreibung von Christen an
Ein Scharia-Gerichtshof in Indien ordnete die Vertreibung von Christen an. Den islamischen Gerichtshöfen kommt in Indien keine verfassungsmäßige und staatlich anerkannte Autorität zu. Dennoch löste die Entscheidung des Scharia-Gerichtshofes des Unruhestaates Kaschmir große Besorgnis unter den Christen aus. Die Moslemrichter ordneten an, dass fünf Christen Kaschmir zu verlassen hätten.
Zusätzlich zur Ausweisung forderten die Scharia-Richter die Regierung von Jammu und Kaschmir auf, die Aktivitäten der christlichen Missionsschulen unter Beobachtung zu stellen.
Die Islamisten haben es vor allem auf den Mill Hill-Missionar Pater Jim Borst abgesehen, der seit 1963 in Kaschmir wirkt. Er ist seit Jahren immer neuen Versuchen ausgesetzt, ihn aus dem Land zu vertreiben.
Am 19. Januar fasste das Moslemgericht den Beschluss, dass Pater Borst, zwei protestantische Pastoren und deren Frauen den Staat zu verlassen haben. Sie werden beschuldigt, „die Moslems zum Christentum zu verführen“.
Einer der beiden protestantischen Pastoren, Chander Mani Khanna von der All Saints Church von Srinagar war bereits im November 2011 von der örtlichen Polizei mit dem Vorwurf verhaftet, er würde „Unruhe schüren“. Von einem ordentlichen Gericht wieder freigelassen, wurde er nun vom Scharia-Gericht verurteilt.
Pastor Khanna werden “unmoralische Aktivitäten” zur Last gelegt, verteidigte der Großmufti von Jammu und Kaschmir, Nasir-Ul-Islam die Entscheidung des islamischen Gerichtshofes.
Pater Borst leitet die Schule des Guten Hirten von Pulwana, die 2010 teilweise niedergebrannt wurde, als aufgebrachte Moslems gegen die angekündigte Koran-Verbrennung in den USA protestierten.
Die Vorsteher und Hirten der christlichen Gemeinden des Bundesstaates haben Alarm geschlagen. Das Scharia-Urteil betreffe alle Christen. Insgesamt sind das wenig mehr als 400 unter vier Millionen Moslems.
„Kaschmirs Eiferer bedrängen Christen im Tal der Angst“, titelte The Times of India am 23. Januar.
„Das ist keine gute Entwicklung”, erklärte der katholische Bischof Peter Celestine Elampassery von Jammu-Srinagar. „In den 70er Jahren waren die Sikhs Ziel der Angriffe, in den 80er Jahren die Hindus und jetzt sind es wir.“ Damals flohen mehr als 400.000 Hindus aus Kaschmir.
Im gesamten Staat gibt es sechs christliche Kirchen und sechs christliche Schulen und damit gekoppelte christliche Krankenhäuser. Text: NCR/Giuseppe Nardi (Katholisches.info, 31.01.2012).
27.01.2012 München (gn 29.07.2011) Ausländer terrorisieren Christen in München-Milbertshofen
Vandalismus am Kirchenbau, Urin im Weihwasserbecken
In der jüngsten Ausgabe des Wochenmagazins „quer“ brachte der Bayrische Rundfunk am Donnerstag einen Beitrag über schier unglaubliche Vorgänge in der katholischen Pfarrei St. Georg im Münchner Stadtteil Milbertshofen: Kirchgänger trauen sich dort nicht mehr in den Gottesdienst, weil sie von ausländischen Kindern und Jugendlichen beschimpft und tätlich angegriffen werden – und das schon seit über einem Jahr. Sogar vor der Kirche machen die aggressiven „Migrationshintergründler“ nicht halt. „In dieser Gemeinde brodelt es.“, so der BR in entsprechender Sendung.
Szenen aus dem multikulturellen Bürgerkrieg – aber nicht aus dem Kosovo, sondern aus dem inzwischen völlig überfremdeten Münchner Stadtteil Milbertshofen. Seit über einem Jahr sehen sich die verbliebenen deutschen Einwohner laut BR dort einem beispiellosen inländerfeindlichen Terror ausgesetzt: sogar Dachziegel werden von den aggressiven Ausländer-Jugendlichen aus dem Kirchenbau herausgerissen, Kirchgänger berichten von einem „Klima der Angst“ in der Gemeinde. Mesner und Pfarrer berichten sogar von Urin im Weihwasserbecken – nicht auszudenken, welche Wogen der politisch korrekten „Betroffenheit“ vergleichbare Vorgänge etwa in einer islamischen Moschee oder der Münchner Synagoge ausgelöst hätten. Doch in St. Georg sind die Opfer „nur“ Deutsche und Christen.
Für BIA-Stadtrat Karl Richter zeigt sich in den Vorgängen in Milbertshofen, wohin die von Rot-Grün seit vielen Jahren forcierte Multikulti-Irrsinnspolitik führt: „Kritiker der multikulturellen Überfremdungspolitik warnen seit langem vor Zuständen, wie sie jetzt in Milbertshofen traurige Realität sind, und werden dafür als ´Rechtsextremisten´ abgekanzelt. Sie haben auf erschütternde Weise Recht behalten ...
Die BIA (Bürgerinitiative Ausländerstopp) im Münchner Rathaus hat auf den BR-Bericht hin unverzüglich eine Anfrage und einen Antrag in den Geschäftsgang des Münchner Rathauses eingebracht. (kompakt.nachrichten, 29.07.2011).
26.01.2012 Syrien:
Bei den Unruhen ist erstmals auch ein orthodoxer Priester ums Leben bekommen. Das berichtet das Hilfswerk „Roter Halbmond“ aus der Ortschaft Kafr Buhum. Der Priester Basilos Nassar sei am vergangenen Mittwoch getötet worden, als er einem verletzten Mann Beistand leistete. Bei der gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Sicherheitskräften und Regimegegnern kamen in der Ortschaft insgesamt 24 Menschen ums Leben, so ein Sprecher des Hilfswerks. Regimegegner und Sicherheitskräfte beschuldigen sich gegenseitig, für die Gewalt verantwortlich zu sein. Aus der Stadt Homs gibt es erste Berichte über Angriffe von Salafisten auf Christen. (ansa/efe/agi/avvenire) (NL Radio Vatikan, 26.01.2012).
25.01.2012 Mostar: Die bewusst ignorierte Diskriminierung der katholischen Kroaten in Bosnien-Herzegowina
Kardinal Vinko Puljic, der Erzbischof von Sarajewo, schlägt Alarm gegen die Diskriminierung der Katholiken in Bosnien-Herzegowina. Bereits mehrfach warnte der Erzbischof vor der Ausgrenzung der Katholiken im EU-Protektorat am Balkan. Die katholischen Kroaten sind nach den moslemischen Bosniaken und den orthodoxen Serben die kleinste der drei ethnisch-religiösen Volksgruppen der Republik. Der von ihnen gewünschte Anschluss an Kroatien wird von der internationalen Staatengemeinschaft verhindert. Nach dem Ende der serbischen Expansionskriege (1991-1995) wurde Bosnien-Herzegowina zweigeteilt in Bosnien-Herzegowina und eine Serbische Republik. Die Katholiken wurden dabei mit den Moslems in eine gemeinsame Republik gezwungen. Beide Teilrepubliken wurden von der internationalen Staatengemeinschaft in einer Zwangsföderation unter EU-Aufsicht zusammengefaßt.
„Wir Katholiken wollen weiterhin auf eine bessere Zukunft hoffen und für ein Klima des Vertrauens, der Versöhnung und der Toleranz arbeiten“, so Kardinal Pujic.
Vor dem Krieg lebten 820.000 Kroaten in Bosnien-Herzegowina. Heute sind es nur mehr 460.000. Der Anteil an der Gesamtbevölkerung sank von 18 Prozent auf nur mehr 10 Prozent gegenüber 40 Prozent Moslems und 21 Prozent Serben.
Kardinal Pujic wurde 1990 von Papst Johannes Paul II. zum Oberhirten von Sarajewo ernannt, kurz vor Ausbruch des Krieges. Er schilderte jüngst Kirche in Not, wie die Situation in seiner Heimat nach dem Dayton-Abkommen im November 1995 abstürzte, mit der die Teilung festgeschrieben und Bosnien-Herzegowina zum Protektorat wurde.
„Seither wurde die Serbische Republik ethnisch gesäubert mit der Zustimmung der internationalen Staatengemeinschaft“, so Kardinal Pujic, der in Priječani geboren wurde, das heute in der Serbischen Republik liegt. Die vertriebenen und geflüchteten katholischen Kroaten können heute noch nicht in ihre Heimatorte zurückkehren.
Vor kurzem bestätigte Msgr. Franjo Komarica, der Bischof von Banja Luka, dass von den mehr als 70.000 vertriebenen Katholiken seiner Diözese bisher nur 5800 zurückkehren durften. „Es gibt mehr als 200.000 katholische Kroaten, die in ihre Heimat im Gebiet der Serbischen Republik zurückkehren wollen“, so der Erzbischof von Sarajewo.
Den Katholiken in der kroatisch-muslimischen Föderation geht es nicht viel besser. „Hier ist alles in moslemischer Hand“, so der Purpurträger. „Die Moslems versuchen alles, um uns aus der Heimat zu verdrängen“, spielt der Kardinal auf eine andere Form der ethnischen Säuberung an. Die internationale Staatengemeinschaft billigte die Vertreibung der katholischen Kroaten aus dem serbischen Teil und zwang den Rest unter eine moslemische Oberherrschaft. „Das ist die doppelte Diskriminierung, die jedoch niemand in Europa interessiert“, so Kardinal Pujic. Die politischen Ämter sind ein moslemisches Monopol, die Kroaten sind bei der Arbeitssuche benachteiligt, ebenso auf dem Wohnungsmarkt. Der von den Kommunisten geraubte Kirchenbesitz wurde nie zurückerstattet. Baubewilligungen für die Errichtung neuer Kirchen und kirchlicher Einrichtungen sind nur sehr schwer zu erhalten, während es gleichzeitig inzwischen mehr als 70 Moscheen allein in Sarajewo gibt, „die mit saudischen Petrodollars in den vergangenen Jahren finanziert wurden“, so Pujic. Die wachsende Islamisierung seit Kriegsende ist die direkte Folge des Einflusses mehrerer islamischer Staaten, allen voran des Irans und Saudi-Arabiens. Von der arabischen Halbinsel breitet sich seither das radikalislamische Wahabitentum aus, das bis in die 1990er Jahre in Bosnien-Herzegowina unbekannt war.
Die wachsende wahabitische Präsenz macht Kardinal Pujic besorgt. Sie zählt offiziell zwar nur etwa 5000 Anhänger, verfügt durch den Geldfluss jedoch über einen überdurchschnittlich großen Einfluss und betreibt unter den jungen Bosniaken eine aggressive Rekrutierung neuer Anhänger. „Die Regierung sieht alldem tatenlos zu“, so Msgr. Pujic.
„Die internationale Staatengemeinschaft müsste uns allen helfen und nicht dauernd die moslemische Mehrheit fördern“, klagt der Kardinal die politische Einflussnahme zuungunsten der katholischen Kroaten an. Auch an Kroatien übt der Erzbischof von Sarajewo Kritik: „Das kroatische Mutterland fast aller Katholiken Bosniens und der Herzegowina ist so sehr daran interessiert, der EU beizutreten, dass es uns dafür sogar vergessen hat.“
Der Kardinal gehört als katholischer Vertreter dem Interreligiösen Rat des Staates an. Es gebe durchaus eine Gesprächsbasis mit dem Großmufti Mustafa Ceric. „Wir arbeiten gemeinsam an Lösungen, doch zuallererst braucht es politische Maßnahmen.“
Unterdessen arbeiten die Katholiken weiter für die Versöhnung und die gleichen Rechte für alle Staatsbürger. „Unsere Schulen bleiben weiterhin offen für Katholiken, Orthodoxe und Moslems, für Kroaten, Bosniaken und Serben“, so Kardinal Pujic.

Die Karte von Vladimir Varjacic zeigt die ethnisch-religiöse Verteilung in Bosnien-Herzegowina im Jahr 2006 (Blau: katholische Kroaten, Rot: orthodoxe Serben, Grün: moslemische Bosniaken). Text: Giuseppe Nardi; Bild: Vladimir Varjacic (Katholisches.info, 25.01.2012).
24.01.2012 Pakistan:
Katholische und protestantische Bischöfe des Landes wollen künftig gemeinsam gegen die Spaltung durch sogenannte „inoffizielle Kirchen“ vorgehen. Dafür solle ein zwischenkirchliches Komitee gegründet werden, zitiert der Pressedienst Ucanews den Vorsitzenden des Nationalen Rates für den interreligiösen Dialog, Pater Francis Nadeem. Katholische und protestantische Geistliche hatten am Vortag in Lahore unter dem Vorsitz des katholischen Bischofs von Lahore, Bischof Sebastian Shah, und des emeritierten protestantischen Bischofs von Peshawar, Mano Rumalshah, über das Problem beraten. Die inoffiziellen kirchlichen Gemeinschaften haben nach Angaben von Ucanews ihre Hochburgen in den Slums der Großstädte Pakistans. Anführer dieser oft als Nichtregierungsorganisationen agierenden Gruppierungen werben demnach mit Geld und Landverteilung unter den Armen Anhänger. „Diese sogenannten Kirchen schaden uns als Christen“, sagte der Koordinator der „United Religious“-Initiative, Pater James Channan, im Gespräch mit Ucanews: „Selbsternannte Pastoren und Bischöfe bereiten uns große Sorgen“. (kna/ucanews) (NL Radio Vatikan, 24.01.2012). - Endlich sagt mal jemand die Wahrheit und nennt das Problem beim Namen! [GH].
23.01.2012 Hamburg/Mailand: Blasphemische Stücke in Mailand und Hamburg – Vatikan verurteilt, Erzbistum Hamburg schweigt
Zwei europäische Großstädte, zwei Kulturstädte, zwei Theater, zwei blasphemische Stücke. In Mailand wird im Teatro Parenti das Stück „Sul concetto di Volto nel Figlio di Dio” (Zum Begriff des Antlitzes beim Gottessohn) von Romeo Castellucci aufgeführt. In Hamburg im Thalia Theater: „Golgota Picnic“ von Rodrigo Garcia. -
Bei Castellucci bildet ein riesiges Antlitz von Jesus das gesamte Bühnenbild und wird mit Kot beschmiert und Steinen beworfen. Bei Garcia wird zwischen Blut, Sex, Genitalien, Müll und Erbrochenem ganz bewusst die Gestalt von Jesus dem Christus zerstört als Akt der Vernichtung des christlichen Glaubens und des christlichen Erbes, bis hin zur Simulation einer Kreuzigung einer halbnackten Frau mit einem Sturzhelm und so weiter und so fort, einschließlich eines Darstellers, damit auch der Letzte den Zusammenhang versteht, der nackt am Klavier Haydns „Die Sieben letzten Worte unseres Erlösers“ am Kreuz, spielt. -
Beide Stücke wurden zuvor in Frankreich aufgeführt, wo sie starke katholische Proteste auslösten. War die Haltung der Bischöfe gegenüber dem Stück Castelluccis ambivalent, war die Ablehnung von Garcia einhellig.
Inzwischen nahm der Vatikan zu Castelluccis Stück Stellung.
Der Argentinier Garcia lebt in Madrid und fühlt sich zur Provokation „berufen“. Er bezeichnet Christus als „Demagogen“, weil er Brot und Fische vermehrte, „statt mit dem Volk zu arbeiten“. In seinem entheiligenden Vernichtungswahn wundert es daher nicht, dass Garcia in seinem Stück dazu anstiftet, die großen Museen der Welt, wie den Prado, den Louvre und die Uffizien samt ihren Kunstschätzen abzufackeln. -
In Frankreich, Italien und Deutschland protestieren Katholiken durch öffentliches Gebet, Sühneandachten und Sühnemessen, das heißt vor allem mit spezifisch katholischen Mitteln, die einer laizistischen Welt fremd sind. Gegen das Theaterstück Garcias rief Kardinal André Vingt-Trois, der Erzbischof von Paris, die Katholiken zu einer Sühnegebetsnacht auf gegen den Angriff auf das Heilige. -
Gegen das Stück Castelluccis nahm das Staatssekretariat des Heiligen Stuhls und der Pressesprecher des Vatikans, Pater Federico Lombardi, Stellung. Pater Lombardi erklärte, der Heilige Stuhl hoffe, dass „jeder Mangel an Respekt auf die entschlossene und geschlossene Reaktion der christlichen Gemeinschaft“ stoße. Das Staatssekretariat erklärte zuvor, dass Castelluccis Theaterstück „das religiöse Empfinden der Christen beleidigt“. Mehrere Bischöfe verurteilten das Stück und dessen Aufführung in Mailand.
Auch in Hamburg regt sich der Widerstand von Christen. Im Gegensatz zu Paris und Mailand fehlt allerdings noch eine Stellungnahme der Erzdiözese Hamburg. Bisher reichte es nur zu selbstgefälliger „Gelassenheit“. Der Bekennermut deutscher Bischöfe, wie man auch in Rom weiß, ist relativ dünn gesät. Auch in Hamburg bevorzugt das Bistum Themen, bei denen man nicht mit der medial vorherrschenden kulturellen Strömung in Widerspruch gerät.
In allen drei Staaten folgte auf die Kritik durch Christen umgehend als bloße Polemik ein undifferenzierter Fundamentalismus-Vorwurf. Das ausgereizte laizistische Kunst- und Kulturverständnis erweist sich weitgehend unfähig, auch nur eine andere Meinung und ein anderes Empfinden wahrzunehmen und zu akzeptieren. Stereotyp sprechen sich Autoren, Bühnen und Intendanten selbst vom Blasphemievorwurf frei und setzen ihren Kampf gegen das Christentum mit medialer Unterstützung außerhalb der Theater mit anderen Mitteln fort. In Hamburg hat unterdessen die Priesterbruderschaft St. Pius X. Strafanzeige erstattet wegen „Volksverhetzung, Blasphemie und Pornographie“. Text: Giuseppe Nardi (Katholisches.info, 23.01.2012).
21.01.2012 Hamburg: Terrorsekte Boko Haram
Christenjäger stürzen Nigeria ins Chaos
Die Sekte rekrutiert ihre Kämpfer im bettelarmen Norden Nigerias - und schickt sie auf Todesmissionen gegen Christen. Mindestens 120 Menschen starben bei den jüngsten Anschlägen der radikalen Boko-Haram-Gruppe. Längst hat sie weltweit Kontakte zu anderen islamistischen Terroristen geknüpft.
Die Terroristen tragen ihre Botschaft im Namen. "Boko Haram" bedeutet übersetzt in etwa "Die westliche Lehre ist Sünde". Unter diesem Motto macht die radikalislamische Sekte seit Jahren Jagd auf Christen, vor allem im Norden Nigerias. Am Freitag ließen Mitglieder der Vereinigung in der Millionenmetropole Kano Sprengsätze explodieren - mindestens 120 Menschen, so berichten lokale Krankenhäuser, kamen bei der straff durchgeplanten Anschlagsserie ums Leben. Ein BBC-Reporter berichtet sogar von mehr als 150 Toten.
Die Anschläge hatten unmittelbar nach den Nachmittagsgebeten begonnen. Unter anderem fuhr ein Selbstmordattentäter mit seinem Auto auf das Gelände des regionalen Polizeihauptquartiers und zündete seinen Sprengsatz. Die Wucht der Detonation war kilometerweit zu spüren. Sie riss das Dach des Gebäudes weg und zerstörte alle Fensterscheiben des Hauses. Ein Sprecher von Boko Haram erklärte, die Festnahme von Sektenmitgliedern sei der Grund für die Attentate gewesen
Es ist die nächste Eskalationsstufe im Kampf zwischen Muslimen und Christen im bevölkerungsreichsten Land Afrikas. Boko Haram wird für mindestens 510 Morde im vergangenen Jahr verantwortlich gemacht. An Weihnachten 2011 waren vor mehreren Kirchen selbstgebaute Bomben hochgegangen. Damals starben mehr als 40 Menschen, auch hier bekannte sich Boko Haram zu den Bluttaten.
Nicht nur die Frequenz der Angriffe steigt, die Attentäter sind auch immer besser organisiert und bewaffnet. Vor wenigen Jahren waren die Kämpfer aus dem Nordosten noch mit vergifteten Pfeilen und Macheten gegen die Polizei vorgegangen. Inzwischen sind sie nicht nur mit Sprengstoff, sondern auch mit höher entwickelter Waffentechnik ausgestattet. Beobachter vermuten sogar Unterstützer der Gruppe in der Politik. Im November 2011 war ein Senator wegen möglicher Kontakte zu der radikalen Sekte verhaftet worden. -
Dabei waren die Behörden in Nigeria noch Mitte 2009 davon ausgegangen, die Sekte zerschlagen zu haben. Zuvor waren bei groß angelegten Razzien und Unruhen im Nordosten rund 700 Menschen getötet worden, darunter auch der damalige Führer der Boko Haram, Mohammed Yusuf. Es gibt Videoaufnahmen aus jener Zeit, die zeigen, wie Uniformierte mutmaßliche Sektenmitglieder von einem Pick-up zerren und auf der Stelle erschießen.
Inzwischen aber hat sich die Gruppe reorganisiert und mehr Zulauf denn je. Zudem haben die Fundamentalisten Anschluss an das globale Terrornetzwerk gefunden. Ein Netz, das die Schabab-Milizen in Somalia, militante Gruppen in Pakistan sowie al-Qaida in der Sahara umfasst. Es wird vermutet, dass die rasche Professionalisierung der Gruppe auch mit diesen Kontakten zusammenhängt. Im Land werde sie bereits die "Taliban Nigerias" genannt. Laut "Wall Street Journal" wurden schon ab 2007 Mitglieder von Boko Haram in Terrorcamps in Afghanistan ausgebildet.
Armut und Korruption im Norden Nigerias
Gegründet wurde Boko Haram etwa Mitte der neunziger Jahre nahe der Millionenstadt Maiduguri im armen Nordosten des Landes. Vor rund zehn Jahren hatte Mohammed Yusuf, ein Anhänger der Scharia, die Führung übernommen. In dem Gebiet fand er die idealen wirtschaftlichen und demografischen Rahmenbedingungen für eine radikale Organisation.
Von den Öleinnahmen des christlichen Südens ist in Maiduguri, außer in den Taschen des Gouverneurs und seiner Helfershelfer, nie etwas angekommen. Hinzu kommen Arbeitslosigkeit, Korruption und ein brutaler Polizeiapparat. Entsprechend groß sind Frust und Gewaltbereitschaft, gerade in der jüngeren Bevölkerung.
Hussaini Abdou, Landesdirektor der Organisation "Action Aid Nigeria", beschrieb in der ARD die Situation so: "Boko Haram lehnt westliche Erziehung ab. Die Radikalisierung hängt stark mit der schlechten wirtschaftlichen Lage zusammen. Boko Haram ist zum Sammelbecken geworden für junge Leute ohne Bildung, ohne Job." Eines der erklärten Ziele der Gruppe ist die Einführung der islamischen Rechtsprechung. Die Scharia müsse im ganzen Land gelten, so die Forderung.
Spaltung des Landes wird befürchtet
Inzwischen halten viele Nigerianer sogar eine Spaltung des Landes für möglich. Der Generalsekretär der christlichen Kirchen im Norden des Landes rief bereits zur Selbstverteidigung auf. "Es reicht. Wir fürchten, dass die Lage in einen Religionskrieg ausartet." -
Die Nigerianer selbst haben die von Boko Haram ausgehende Gefahr lange unterschätzt. Noch Anfang 2010 attestierte ein hoher Geheimdienstmann der Gruppe "mangelnde organisatorische Fähigkeiten". Sie sei nicht in der Lage, "ausländische Interessen zu gefährden". Mit dieser Einschätzung lag er gründlich falsch: Im August desselben Jahrs verübte Boko Haram einen Selbstmordanschlag auf den Uno-Sitz in Abuja und tötete 25 Menschen. jok (SPIEGEL ONLINE,
21. Januar 2012, 18:03 Uhr).
21.01.2012 Kairo: Ägyptische Salafiten brennen Häuser der Christen nieder – Kopten sollen an Wahlteilnahme gehindert werden

Die Salafiten, eine gewalttätige Richtung des Islam, setzen ihre antichristliche Gewalt in Ägypten fort. Sie greifen die christliche Minderheit an, um sie an der Wahlteilnahme zu hindern. In Rahmaniya-Kebly wurde ein christlicher Junge von einer Kugel getroffen, ein anderer Mann wurde im Gesicht verletzt. Die Moslemextremisten zünden die Häuser von Christen an und zerstören die Kirchen. Polizei und Feuerwehr greifen absichtlich verspätet ein, um den Salafiten die Möglichkeit zur Vollendung ihres Zerstörungswerks zu lassen.
Am 19. Januar wurde die christliche Gemeinschaft von Rahmaniya-Kebly nahe von Nag Hammadi im Bezirk Qena in Oberägypten Ziel eines Salafitenangriffs. Die Angreifer stürmten mit dem Schlachtruf „Allahu Akbar“ (Gott ist groß) die Häuser der Christen, ihre Geschäfte und die Kirche und zündeten sie an. Zwei Christen wurden schwer verletzt: ein Junge von 16 und ein Mann von 40 Jahren.
Augenzeugen berichten laut Assyrian International News Agency (AINA), dass Polizei vor Ort gewesen sei, aber erst zu spät eingegriffen habe, um die Christen vor den Angreifern zu schützen. Auch die anrückende Feuerwehr habe ihren Einsatz außerhalb des Ortes um anderthalb Stunden verzögert. Das Haus eines Christen wurde niedergebrannt, weil die Moslems dort eine Moschee errichten wollen, obwohl es in der Gegend bereits über 300 moslemische Gebetsstätten gibt, aber nur eine einzige Kirche, und obwohl 50 Prozent der Bevölkerung Christen sind.
Die Kopten sehen in den Angriffen eine gezielte Einschüchterungsstrategie, um die Christen von der Teilnahme an den Parlaments- und Präsidentenwahlen abzuhalten. Die koptischen Christen suchen die Zusammenarbeit mit den moderaten Teilen des Islams, die sich ebenfalls der Machtübernahme durch islamistische Kräfte widersetzen. Kein Christ in der Gegend von Rahmaniya-Kebly konnte, laut Asianews, bisher seine Stimme abgeben. „Die Salafiten wollen und werden auf diese Weise die Wahlen gewinnen“, zitiert Asianews einen Christen des Ortes.
Bei einem anderen Angriff, der ebenfalls am 19. Januar stattfand, stürmten Salafiten und Moslembrüder gemeinsam die soeben fertiggestellte Kirche von Abu Makka in Bahteem in der Provinz Qaliubia. Sie teilten den Christen mit, dass ihre Kirche „illegal“ sei. „Die Kirche sei perfekt, um daraus eine Moschee oder ein Krankenhaus zu machen“, sagte ein Moslemextremist.
Der Ortsbischof wollte die Kirche weihen und dort das erste Heilige Messopfer zelebrieren. Aus Sicherheitsgründen wurden alle Feierlichkeiten abgesagt und auf unbestimmte Zeit verschoben.
(Text: Asianews /Giuseppe Nardi
Bild: Sheik Yer’Mami) (Katholisches.info, 21.01.2012).
19.01.2012 Deutschland/Ägypten:
In den vergangenen Monaten wurden in Ägypten vermehrt Angehörige der koptischen Minderheit wegen Blasphemie angeklagt. Dies stellt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fest. Das Gesetz werde anscheinend nur gegen Kopten gewandt, beanstandet Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM. Wenn Muslime den christlichen Glauben öffentlich schmähten, so Lessenthin, sähen die Behörden darüber hinweg. Im Januar musste sich Naguib Sawiris, koptischer Milliardär und liberaler Politiker, vor Gericht verantworten. Er hatte eine Karikatur online gestellt, die nach Ansicht des Anwalts Mamdouh Ismail den Islam beleidigte. Auch ein 17-jähriger koptischer Schüler war Ende Dezember wegen Blasphemie verhaftet worden. (pm) (NL Radio Vatikan, 19.01.2012).
17.01.2012 Vatikan/China:
Der Sekretär der Missionskongregation spricht sich für die Freilassung von inhaftierten Bischöfen in China aus. Im Interview mit der Nachrichtenagentur „Asianews“ bedenkt Erzbischof Savio Hon Tai-fai dabei auch den Ruf seines Landes. Eine Befreiung der Bischöfe würde das internationale Ansehen von China aufwerten. Als Chinese sei er stolz auf seine Landsleute und Mitbrüder, erklärt der Erzbischof. Ihr Opfer erfülle ihn mit Freude und Trost. Auch wenn die chinesische Regierung keine Angaben zu inhaftierten Bischöfen mache, dürfe man sie nicht vergessen, so Hon. Asianews hatte die chinesische Führung zur Freilassung von insgesamt neun Geistlichen, darunter mehreren Bischöfen, aufgerufen. (asianews) (NL Radio Vatikan, 17.01.2012).
17.01.2012: Polen:
In Polen wächst die Kritik am Nationalen Rundfunkrat wegen dessen Haltung zur katholischen TV-Station „Trwam“ („Ich beharre“). Die Aufsichtsbehörde will der Station keine digitale Sendelizenz gewähren. Der Ständige Rat der Polnischen Bischofskonferenz warf dem Rundfunkrat am Montag vor, durch den Ausschluss des Kirchensenders das Prinzip der Meinungsvielfalt im Digital-TV zu verletzen. Zudem werteten die Bischöfe die Entscheidung als Verstoß gegen die „Gleichheit vor dem Gesetz“. Sie appellierten an den Rundfunkrat, dem TV-Ableger von „Radio Maryja“ doch noch eine Lizenz für das 2013 in Polen startende Digitalfernsehen zu erteilen. Der Rundfunkrat hatte die Ablehnung des Lizenzantrags für „Trwam“ unter anderem mit fehlender Programmvielfalt begründet. (kna) (NL Radio Vatikan, 17.01.2012).
17.01.2012 Pakistan:
Nach dem offenbar widerrechtlichen Abriss eines Caritas-Zentrums in Lahore halten die Proteste an. Am Montag nahmen nach Caritas-Angaben rund 2.000 Menschen an einer von der pakistanischen Kommission für Gerechtigkeit und Frieden organisierten Demonstration gegen das Vorgehen der lokalen Regierung teil. Die Proteste werden von einer immer breiteren Basis unterstützt, der neben Caritas- und Kirchenvertretern auch andere christliche sowie zivilgesellschaftliche Organisationen und Vertreter verschiedener Parteien angehören. Der Gebäudekomplex, in dem ein Zentrum für obdachlose und benachteiligte Menschen, eine Mädchenschule sowie eine Kapelle untergebracht waren, ist in der letzten Woche von Baggern unter Polizeischutz zerstört worden. (kap) (NL Radio Vatikan, 17.01.2012).
16.01.2012 Pakistan: In einigen Außenbezirken der Metropole Karachi erfahren Christen massive Gewalt, Kinder würden vergewaltigt, Familien würden erpresst. Das sagte Michael Javed, katholischer Parlamentsabgeordneter der Region Sindh, gegenüber der Nachrichtenagentur Fides. Die christlichen Familien schwiegen über die Verbrechen, so Javed, da sie Vergeltungstaten befürchteten. Das Ziel der Gewalt sei eine ethnische Säuberung von Christen, warnt der Politiker. (fides/rv) (NL Radio Vatikan, 16.01.2012).
14.01.2012 Zum Christsein gehört auch der Preis der Verfolgung. Daran erinnert Vatikansprecher Federico Lombardi in seinem wöchentlichen Editorial für Radio Vatikan. Bereits in seiner Bergpredigt habe Jesus explizit darauf hingewiesen, indem er sagte: "Selig sind, die Verfolgung leiden um der Gerechtigkeit willen." Jesuitenpater Lombardi ging in seiner Ausführung auf die Papstrede an das Diplomatische Corps von Montag ein. Auch Benedikt XVI. habe auf die weltweite Christenverfolgung hingewiesen, so Lombardi weiter. Des Weiteren fügte Lombardi hinzu, dass Organisationen wie „Open Doors“ oder der Fidesdienst in jüngster Zeit erschreckende Zahlen zur Christianophobie vorgewiesen hätten. (rv) (NL Radio Vatikan, 14.01.2012).
12.01.2012 Somalia:
Eine junge Christin ist in der Stadt Janale wegen ihres Glaubens öffentlich ausgepeitscht worden. Die blutige Vollstreckung ereignete sich schon am 22. Dezember 2011, berichtet der Informationsdienst „Compass Direct“. Bereits im November sei die 28-jährige Sofia Osman von der radikal-islamischen Al-Shabaab-Miliz verschleppt worden. Die traumatisierte junge Frau schweige über ihre Erlebnisse in der Gefangenschaft. Seit Jahren bekämpft die radikale Gruppe die Übergangsregierung in Somalia. Die Extremisten wollen das Land von Christen „säubern“. Außerdem streben sie die Durchsetzung der Sharia an. Nach diesem Religionsgesetz kann der Austritt aus dem Islam unter anderem mit dem Tod bestraft werden. (idea) (NL Radio Vatikan, 12.01.2012).
12.01.2012 China:
Ein Bischof ist von den Behörden zur Teilnahme an „Studiensitzungen“ gezwungen worden. Der romtreue Bischof John Wang Ruowang sei letztes Jahr geheim geweiht worden, gibt die Agentur an; Funktionäre hätten ihn Ende Dezember von Taijing nach Tianshui in der Provinz Gansu gebracht. Gegenüber ucanews habe der Bischof bestätigt, dass man ihm „Erziehungs- und Konversationsunterricht“ erteilt habe, und die Vermutung geäußert, dass das allen Priestern der so genannten „Untergrundkirche“ ebenfalls bevorstehe. Nach Agenturangaben wurden seit dem 4. Januar sieben Priester zur Teilnahme an solchen Unterrichtsstunden verpflichtet. (ucanews) (NL Radio Vatikan, 12.01.2012).
12.01.2012 UNO
Die Vereinten Nationen sehen das Treiben der islamistischen Sekte „Boko Haram“ in Nigeria mit Sorge. Die Anschläge auf Christen könnten als „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ eingestuft werden, wenn sich herausstellen sollte, „dass es sich um systematische und allgemeine Angriffe auf die Zivilbevölkerung handelt“. Das schreibt die UNO-Hochkommissarin für Menschenrechte Navi Pillay am Donnerstag in einer Erklärung. Das gelte auch, wenn die Angriffe der Sekte auf Zivilisten „auf der Basis der Religion oder der ethnischen Zugehörigkeit“ stattfinden. Bei Attentaten auf Christen in mehreren Teilen Nigerias kamen nach Agenturschätzungen über hundert Menschen ums Leben. (afp) (NL Radio Vatikan, 12.01.2012).
08.01.2012 Indien:
Islamistische und hinduistische Fundamentalisten schleusen offenbar systematisch Spione in Indiens christliche Gemeinden und Organisationen ein. Das berichtete der vatikanische Pressedienst Fides unter Berufung auf das indische „Catholic-Christian Secular Forum“ (CCSF). Auf diese Weise wollten die radikalen Kräfte Zugang zu internen Informationen über die christlichen Gemeinden erhalten, um diese für ihre antichristliche Propaganda zu nutzen, hieß es weiter. Infolge der Spionage würden im Internet vermehrt Fotos von Taufen und Hochzeiten zum Christentum übergetretener Inder auftauchen, die zur Stimmungsmache gegen Christen veröffentlicht würden. Das CCSF setzt sich für die Menschenrechte von Christen in Indien ein. (fides/kipa)(NL Radio Vatikan, 08.01.2012).
08.01.20112 Israel:
Gabi Kadees, Präsident des Vereins der orthodoxen Gemeinschaft in Jaffa, ist vergangenen Freitag während einer christlichen Prozession erstochen worden. Der Mörder habe sich als Nikolaus verkleidet, berichtet Atallah Hanna, Geistlicher der griechisch-orthodoxen Kirche. Mit seiner Tat habe er die weihnachtliche Freude der Gemeinde zerstört. Auch die menschlichen und spirituellen Werte, die der Heilige verkörpert, seien beschmutzt worden, so Hannah. Ein religiöses oder politisches Motiv für den Mord werde mittlerweile ausgeschlossen, erklärte die Polizeisprecherin Luba Samri. Sechs Verdächtige wurden nach israelischen Medienberichten bereits festgenommen. Christen stellen in dem jüdischen Staat eine Minderheit von unter fünf Prozent dar. (reuters/kna) (NL Radio Vatikan, 08.01.2012).
06.01.2012 Nigeria:
Am vergangenen Donnerstag kam es im Nord-Osten Nigerias zu einem weiteren Anschlag auf eine christliche Kirche. Sechs Menschen würden dabei getötet, 10 Weitere verletzt. Das berichtete Pastor John Jauro gegenüber der Nachrichtenagentur „AFP“. Unter Christen geht die Angst vor weiteren Anschlägen um, während die Muslime angekündigte Vergeltungstaten befürchten. Etwa 10.000 Menschen befänden sich nach den Anschlägen an Weihnachten auf der Flucht, so der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius. Jeder weitere Zwischenfall könne angesichts der angespannten Lage zur Eskalation führen. Die Gesellschaft für bedrohte Völker befürchtet nun eine Zweiteilung des Landes. Das Ultimatum der terroristischen Sekte Buku Haram lief am Donnerstag aus. Alle Christen waren demnach aufgefordert worden den Norden des Landes innerhalb von drei Tagen zu verlassen. (apic/pm) (NL Radio Vatikan, 06.01.2012).
02.01.2012 Nigeria:
Die radikalislamische Sekte Boko Haram hat den Christen in Nordnigeria ein Ultimatum von drei Tagen gestellt, um die Region zu verlassen. Das berichtet die Nachrichtenagentur „Afp“. Außerdem rief die Terrorsekte die Moslems in Südnigeria dazu auf, in den Norden zu ziehen, weil angeblich Anschläge auf sie geplant wären. Präsident Goodluck Jonathan hatte zum Jahreswechsel den Ausnahmezustand über mehrere Regionen Nigerias verhängt, weil Boko Haram bei Anschlägen auf christliche Kirchen zu Weihnachten Dutzende Menschen tötete. Nigeria ist Afrikas bevölkerungsreichstes Land. Der ärmere Norden ist überwiegend muslimisch, der etwas wohlhabendere Süden überwiegend christlich und animistisch. (apic) (NL Radio Vatikan, 02.01.2012).
02.01.2012 Kairo: Kopten fürchten „Schutzangebote“ von Militär und Moslembrüdern
Der “arabische Frühling“ Ägyptens verblüht zusehends unter dem Einfluß von Militär und Islamisten. Die Kopten des Landes am Nil fürchten mit dem Nahen des orthodoxen Weihnachtsfestes (7. Januar) neue Attentate. Sowohl die Moslembrüder als auch das ägyptische Militär überschlagen sich derzeit mit Schutzerklärungen für die Christen des Landes. Die Angebote werden von den Christen mit großes Skepsis aufgenommen. Sie fürchten eine „erdrückende Umarmung“.
Das Militär führte eine Razzia gegen 17 ausländische Menschenrechtsorganisationen durch, darunter auch gegen die Caritas. Als Begründung nannte das Militär den „Verdacht“, die Mitarbeiter dieser Hilfsorganisationen seien ohne Arbeitserlaubnis in Ägypten tätig. Der Sprecher der katholischen Kirche erklärte in Anspielung auf das Schutzangebot des Militärs: „Die Militärs denken nur daran, sich selbst und ihre Macht zu schützen.“ Zehn Monate nach dem Sturz von Staatspräsident Hosni Mubarak ist Ägypten zerrissener und unsicherer denn je. Es herrscht die Befürchtung, daß das Militär vor dem ersten Jahrestag des „arabischen Frühlings“ am 27. Januar das Land in ein Chaos zu stürzen versucht.
Der koptisch-orthodoxe Bischof von Nag Hammadi, Kyrillos, forderte in einem offenen Appell General Tantawi, den Vorsitzenden des Obersten Militärrates auf, die Sicherheit der Christen während der Weihnachtsfeierlichkeiten zu garantieren. Am Neujahrstag 2011 explodierte in Alexandria während der Heiligen Messe eine Autobombe, die 21 Christen tötete. Am orthodoxen Weihnachtsfest 2010 überfiel ein bewaffnetes Kommando eine Kirche in Nag Hammadi und tötete sieben Christen. In beiden Fällen hatte die Polizei die zahlreichen Warnungen und Gesuche der Christen um Schutz ignoriert.
Für den 25. Januar 2012 sind die für die politische Zukunft Ägyptens entscheidenden Präsidentschaftswahlen vorgesehen. (Text: Asianews/Giuseppe Nardi) (Katholisches.info, 02.01.2012).